Wachstumschancen für Schweizer IT-Branche

28. Januar 2014, 12:32
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Vor allem RZ-Betreiber profitieren von der NSA-Abhöraffäre, besagt das Branchenhandbuch der Credit Suisse. Die Telekombranche profitiert auch von Trends, befindet sich aber weiter unter Druck.

Vor allem RZ-Betreiber profitieren von der NSA-Abhöraffäre, besagt das Branchenhandbuch der Credit Suisse. Die Telekombranche profitiert auch von Trends, befindet sich aber weiter unter Druck.
Der Schweizer ICT-Branche befindet sich im Aufwind. Das hat erst kürzlich der Branchenverband Swico festgestellt hervorgeht.
Demnach haben mittelfristig die Pharmaindustrie, das Gesundheitswesen, das Immobilienwesen, die Beratungsbranche und die Informatik das grösste Wachstumspotenzial. Die Informatikdienste seien stark in den technologischen Fortschritt eingebunden und stossen oftmals Innovationen in unterschiedlichsten Geschäfts- und Gesellschaftsbereichen an, so die CS.
Eine grosse Chance gehe von der Notwendigkeit aus, riesige Datenmengen zu speichern und zu verarbeiten. Schweizer Rechenzentrums-Anbieter hätten seit der Abhöraffäre rund um den US-Geheimdienst NSA zusätzlich Wind in den Segeln. Im internationalen Wettbewerb behaupten sich die Schweizer Anbieter im Aufbau und Betrieb von Rechenzentren sowie im Bereich Sicherheitslösungen und Bankensoftware, so die CS. Man erwarte ausserdem aufgrund der Regulierungsentwicklung im Bankensektor sowie des prognostizierten Investitionswachstums für 2014 steigende IT-Ausgaben im Software- und Service-Bereich. Die Grossbank erinnert daran, dass die Beschäftigtenanzahl seit 2005 stetig zunahm und 2012 66'300 betrug. Es bestehe jedoch erheblicher Fachkräftemangel. Insbesondere bei Entwicklern, Consultants und Projektmanagern übersteigt die Nachfrage das Angebot.
Nur im Mittelfeld befindet sich die Telekombranche. Laut der CS gehört die Telekommunikation zu jenen Branchen, die zwar von einigen wichtigen Trends profitieren, durch andere Trends aber unter Druck geraten. Die Telco-Branche profitiere von der starken Nachfrage nach drahtloser Kommunikation. Diese werde durch die zunehmende Mobilität der Bevölkerung und der Arbeitsplätze angekurbelt. Zur Erhöhung der Kommunikationsbedürfnisse trage auch der Trend zur Auslagerung von Prozessen und Informatikdiensten bei.
Risiken gebe es vor allem im Bereich Preiswettbewerb und Regulierung. Die weite Verbreitung von Flatrates und der Umstand, dass die Kunden ihre Anbieter oft wechseln, erhöhe den Preiswettbewerb, behauptet die CS. Die von Konsumentenschützern gewünschte Regulierung der Mobilfunk- und Breitbandpreise würde die Margen zusätzlich schmälern. (mim)

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