Wachstumskapital für Contovista

31. März 2016, 11:49
  • contovista
image

Die Zürcher Fintech-Firma Contovista erhält einen mehrstelligen Millionenbetrag von der Aduno Gruppe, welche sich damit eine Beteiligung von 14 Prozent und einen Verwaltungsratssitz sichert.

Die Zürcher Fintech-Firma Contovista erhält einen mehrstelligen Millionenbetrag von der Aduno Gruppe, welche sich damit eine Beteiligung von 14 Prozent und einen Verwaltungsratssitz sichert.
Contovista hat eine Lösung für Personal Finance Management (PFM), die bereits bei mehreren Banken im Einsatz steht. Darunter befinden sich die Zürcher Kantonalbank und die Schwyzer Kantonalbank. Das PFM ist mit dem Bankkonto verbunden und gibt dem Bankkunden einen strukturierten und kategorisierten Überblick über alle Einnahmen und Ausgaben, welche über das Bankkonto abgewickelt werden. Gleiches gilt für Einzeltransaktionen, welche mittels von Viseca herausgegebenen Kreditkarten getätigt wurden. Zahlungen werden automatisch kategorisiert und der Kunde kann Zahlungen sowohl mit einem Kommentar als auch mit einem Tag versehen. Der eigentliche Personal Finance Manager basiert auf diesem "intelligenten" Kontoauszug. Er bietet zusätzliche Möglichkeiten wie die Darstellung der Entwicklung von Einnahmen und Ausgaben über Zeit und die Erstellung und Überwachung von Budgets. Die PFM-Lösung von Contovista kommuniziert via Adapter mit allen gängigen Kernbankensystemen. Für die Unterstützung zusätzlicher Kernbankensysteme genügt die Entwicklung eines entsprechenden Adapters.
Diese Daten sind natürlich auch für die Banken im Hinblick auf die Analyse des Kunden und dessen Potentials interessant. Die Zusatzdaten aus dem PFM zeigen der Bank für welche zusätzlichen Produkte und Dienstleistungen der Kunde empfänglich sein könnte. Die Kundendaten werden so zur Grundlage für Marketing- und Verkaufsaktionen.
Wie Gian Reto à Porta, CEO von Contovista, gegenüber inside-it.ch ausführte, dient das zusätzliche Kapital der Wachstumsfinanzierung. Die Anfragen aus dem deutschsprachigen Ausland würden sich mehren und ein Proof-of-Concept bei einer deutschen Bank sei bereits erfolgreich bestanden. Die Nachfrage bedinge, dass im jeweiligen Land lokale Ressourcen vorhanden seien, welche die Lösung implementieren und die Kunden betreuen. Die jetzige Finanzierungsrunde stelle das dafür benötigte Kapital sicher.
Zur Aduno Gruppe gehören unterschiedliche Finanzdienstleistungsunternehmen. Darunter die Aduno Payment Services mit ihren Terminals und Dienstleistungen zum bargeldlosen Zahlen, die Viseca als Kreditkartenherausgeberin, die AdunoKaution und die Cashgate. Die grössten Aktionäre sind die Raiffeisen Schweiz Genossenschaft, die Zürcher Kantonalbank, die Entris Banking, die Migros Bank, die Waadtländer Kantonalbank und die Berner Kantonalbank. Die Gesellschaften der Aduno Gruppen verfügen über eigene Lösungen im Analyse-Bereich. Die Datenbasis von Contovista in Zusammenspiel mit diesen ermöglicht neue Anwendungsgebiete. (cj)

Loading

Mehr zum Thema

image

Finnova kauft Fintech Contovista

Viseca verkauft das Vorzeige-Fintech an Finnova. Der Banken­software-Hersteller will mit Contovista sein Data-Analytics-Know-how und -Portfolio stärken.

publiziert am 16.5.2022
image

Contovista ernennt neuen CEO

René Fischer übernimmt von Dominik Wurzer. Der neue CEO sieht für das Fintech viel Potenzial im B2B-Bereich.

publiziert am 1.10.2021
image

Auch Berner Kantonalbank startet Fintech-Ökosystem

Im Sommer geht die Open-Banking-API-Plattform der BEKB mit dem Finanzassistenten von Contovista an den Start.

publiziert am 25.1.2021
image

Auch Luzerner Kantonalbank hat nun einen "Finance Manager"

Mit den KI-gesteuerten Finance Manager von Contovista ermöglicht jetzt auch die Luzerner Kantonalbank vorausschauenden Liquiditätsplanung.

publiziert am 18.6.2020