Wächst Ingram Schweiz auf Kosten von COS/Alltron?

25. Oktober 2006, 08:50
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Weltweit gute Umsatz- und Gewinn-Entwicklung für den US-Disti. In der Schweiz ist man trotz Schwierigkeiten mit dem Münchner Lager zufrieden und optimistisch.

Weltweit gute Umsatz- und Gewinn-Entwicklung für den US-Disti. In der Schweiz ist man trotz Schwierigkeiten mit dem Münchner Lager zufrieden und optimistisch.
Der US-amerikanische IT-Distributor Ingram Micro hat gestern seine Geschäftszahlen für das abgelaufene dritte Quartal ausgewiesen. Per Ende September resultierte eine Umsatzsteigerung um 7,9 Prozent auf 7,51 Milliarden Dollar verglichen mit 6,96 Milliarden Dollar im Q3 des Vorjahres. Der Nettogewinn wuchs um 21 Prozent von 48,4 Millionen auf 58,5 Millionen Dollar.
Gemäss CEO Gregory Spierkel konnte das Unternehmen den Umsatz in allen vier Regionen steigern. Der Betriebsgewinn in den USA und in Europa wuchs im zweistelligen Prozentbereich, weltweit betrug er 93,8 Millionen Dollar, verglichen mit 82,9 Millionen Dollar im dritten Quartal des Vorjahres. Der Umsatz in den USA wuchs um 9 Prozent auf 3,37 Milliarden Dollar. Damit machte der Heimmarkt 45 Prozent des weltweiten Umsatzes aus. Der US-Betriebsgewinn betrug 55,3 Millionen Dollar verglichen mit 43,7 Millionen im Vorjahr.
In Europa konnte Ingram rekordverdächtige Geschäftszahlen für das dritte Quartal ausweisen. Der Umsatz wuchs immerhin um 4 Prozent auf 2,43 Milliarden Dollar, was 32 Prozent des globalen Umsatzes ausmacht. Der Betriebsgewinn auf dem alten Kontinent wuchs von 21 auf 23,6 Millionen Dollar. Der Umsatz in der Asien-Region wuchs um 13 Prozent auf 1,36 Milliarden Dollar und derjenige in Lateinamerika um 8 Prozent auf 349 Millionen Dollar.
Schweizer Niederlassung gut unterwegs
Joe Feierabend, Managing Director von Ingram Schweiz, spricht gegenüber inside-channels.ch von einer guten Performance im abgelaufenen Quartal. "Wir konnten in der Schweiz mit einem Wachstum von rund 13,5 Prozent weitere Markanteile dazugewinnen", so Feierabend. Fragt sich nur auf wessen Kosten, zumal auch Konkurrent Also gestern von höherem Umsatz und Betriebsergebnis der Leidtragende gewesen sein, da Ingram Schweiz bei kleineren Herstellern dank dem Lager in München viel Wachstum verzeichnen konnte.
Und dies trotz der Tatsache, dass Mitte September massive Lieferverzögerungen aufgetreten waren, weil in München das Lagerverwaltungssystem streikte. Ingram Schweiz bezieht seit einem Jahr rund 20 Prozent der Artikel aus dem XXL-Lager in Deutschland. Allerdings hauptsächlich Supplies und Accessoires. Produkte der Key-Hersteller (HP, Acer, Microsoft, ...) sind in Altishofen verfügbar. Gemäss Feierabend sind die Probleme mit dem Münchner Lager zwar noch nicht erledigt, die Situation habe sich aber "massiv verbessert". Während der akuten Problemphase sei der "Münchner" Anteil auf 15 Prozent gesunken, jetzt beträgt er immerhin bereits wieder 18 Prozent.
Mit dem Umsatz der zehn Key-Hersteller ist Feierabend auch zufrieden. Insbesondere nach HP-Produkten gibt es eine sehr starke Nachfrage. "HP ist der Winner im Q3", so Feierabend. Dies soll nun im wichtigen vierten Quartal so bleiben, damit in der Schweiz ein Jahreswachstum von über 15 Prozent erreicht werden kann. Bleibt für den Disti nur zu hoffen, dass während der hektischen Weihnachtszeit die Anlieferung aus München ordentlich klappt. (Maurizio Minetti)

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