Wahlen 2019: Wird das Parlament digital-affiner?

18. Oktober 2019, 14:43
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Am Sonntag wird in der Schweiz gewählt und damit dem Wahlkampf vorerst ein Ende bereitet.

Am Sonntag wird in der Schweiz gewählt und damit dem Wahlkampf vorerst ein Ende bereitet. Im Vorfeld haben sich Kandidaten und Kandidatinnen zu ihrer Digital-Affinität geäussert, wurden von Verbänden beurteilt und empfohlen.
ICTswitzerland hat im September zwölf Kandidierende aus der IT-Wirtschaft zur Wahl empfohlen. Ein Grossteil davon sind bisherigen Parlamentarierinnen und Parlamentarier, die meisten engagieren sich aktiv in ICT-Verbänden. Sie stammen aus unterschiedlichen Parteien, wenn auch ausschliesslich aus der Deutschschweiz.
Der Branchenverband Swico versuchte in Zusammenarbeit mit der Berner Fachhochschule BFH und den Universitäten Zürich und Genf das "Digitalprofil" aller 4596 Nationalratskandidierenden zu analysieren. Dazu wurde die Smartvote-Wahlempfehlung mit Fragen zu Positionen bezüglich verschiedener Digitalisierungsthemen erweitert. Der Rücklauf hielt sich jedoch in Grenzen. Daraus schliesst Swico-Präsident Andreas Knöpfli, dass die "Digitalisierung in Bern immer noch nicht angekommen" sei. "Das neue Parlament muss die neue Legislaturperiode unbedingt nutzen und digitale Themen stärker in der politischen Agenda priorisieren", fügte er in einer Mitteilung an.
Auch die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit (Parldigi) hat eine Wahlempfehlung abgegeben. 35 Kandidatinnen und Kandidaten würden gemäss einer Mitteilung "die Schweizer Digitalpolitik aktiv und nachhaltig prägen". Auf der Liste stehen die Namen von 13 Bisherigen und 22 Neuen. Im Gegensatz zu den Empfehlungen des Dachverbandes ICTswitzerland sind auch Romands und zwei Kandidaten der Piratenpartei auf dieser Liste. (kjo)

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