Wahres und Unwahres über Green.ch

23. April 2010, 13:59
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Das meiste, worüber 'Computerworld' berichtet, ist offenbar unwahr: Kein Massen-Exodus und keine Verhandlungen mit Sunrise, sagt Green.ch-CEO Grüter.

Das meiste, worüber 'Computerworld' berichtet, ist offenbar unwahr: Kein Massen-Exodus und keine Verhandlungen mit Sunrise, sagt Green.ch-CEO Grüter.
Das IT-Magazin 'Computerworld' berichtet heute über einen angeblichen "Mitarbeiter-Exodus" beim Brugger Internet Service Provider Green.ch. Das Blatt habe aus verschiedenen Quellen erfahren, dass "rund 60 Prozent der Mitarbeitenden ihre Stellung gekündigt haben." Im ersten Quartal hätten insgesamt 32 Personen ihren Dienst quittiert, berichtet 'Computerworld' weiter unter Berufung auf einen Green.ch-Mitarbeiter. Weitere sieben bis acht Angestellte seien entlassen worden. So habe sich der Personalbestand von rund 65 auf zirka 25 reduziert.
Grüter: Wieso sollte ich 30 Jobs streichen?
Green.ch-CEO Franz Grüter (Foto) dementiert die Angaben von 'Computerworld' gegenüber inside-it.ch vehement. Der aktuelle Personalbestand betrage 78 Vollzeitstellen (sechs davon seien zur Zeit unbesetzt bzw. im Prozess der Neubesetzung) plus acht Lernende. Einzig die Aussage, dass Peter Nägeli, der von Sunrise gekommen war, nach wenigen Wochen das Unternehmen wieder verlassen habe, sei korrekt, so Grüter. Besonders ärgert Grüter, dass 'Computerworld' ihn mit der Aussage zitiert habe, man habe im Support-Bereich 30 Stellen gestrichen. Richtig sei, dass man die drei Support-Einheiten zusammengelegt habe. "Das Team besteht jetzt aus 30 Personen", so Grüter. Die Fluktuation sei auf normalem Niveau. "Wieso sollte ich 30 Stellen abbauen?", fragt Grüter.
Nie mit Sunrise verhandelt
'Computerworld' hat in dem Artikel zudem das Gerücht publik gemacht, wonach Green.ch an eine Übernahme von Sunrise interessiert gewesen sein soll. Dies soll auch der Grund für den Abgang der Führungsriege Ende 2009 gewesen sein. Grüter dementiert und sagt, Green.ch habe nie Verhandlungen mit Sunrise geführt. An der Strategie und den ambitiösen Zielen von Green.ch bezüglich Gesamtwachstum und Expansion in den strategischen Geschäftsfeldern habe sich nichts geändert.
Grundsätzlich müsse man sagen, so Grüter, dass Fusionen in der Telekom-Branche Sinn machen. Man könne so Skaleneffekte erzielen und Synergien nutzen. "Wenn sich Opportunitäten auf dem Telekom-Markt ergeben, dann werden wir das sicher prüfen", sagt Grüter. Er betont aber, dass zurzeit nichts Konkretes geplant sei.
Green.ch gehört dem Management und diversen privaten Investoren. Zurzeit baut das Unternehmen ein neues Rechenzentrum im aargauischen Lupfig. (Maurizio Minetti)

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