"Wallaby": Flash im Schafspelz für iPad und Co.

8. März 2011, 16:18
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Die Adobe Labs haben heute eine Vorabversion von "Wallaby" veröffentlicht.

Die Adobe Labs haben heute eine Vorabversion von "Wallaby" veröffentlicht. Dabei handelt es sich um ein experimentelles Tool, das Flash in HTML5 umwandelt. Der Konverter zielt insbesondere auf WebKit-basierte Browser wie Apples Safari ab. Somit verspricht Wallaby animierten Flash-Inhalten wie beispielsweise Werbebannern den Sprung auf Geräte wie Apples iPhone und iPad, die Flash nach dem Willen des Herstellers nicht unterstützen
Screen-Digest-Analyst Julien Theys geht davon aus, dass Wallaby Webentwicklern willkommen sein wird, die immer öfter Inhalte auf verschiedene, auch mobile Plattformen bringen müssen. "Eine Flash-zu-HTML5-Konversion wird zwar nie so 'sauber' wie nativer Code, sollte aber in einigen Fällen eine schnelle, kosteneffiziente Lösung bieten", meint er gegenüber pressetext.
Nachdem Adobe im Oktober 2010 eine Vorschau auf einen Flash-zu-HTML5-Konverter gegeben hat, ist jetzt die erste Vorabversion von Wallaby erschienen. Sie übersetzt Flash-Inhalte in eine Kombination aus HTML5, skalierbaren Vektorgrafiken und Cascading Style Sheets. Diese lassen sich dann mittels Webeditor in Seiten einbinden, so dass moderne Browser den Content auch ohne Flash-Plug-in darstellen können.
Zwar ist der Funktionsumfang von Wallaby noch begrenzt, doch das nach einem kleinen, pelzigen australischen Känguru benannte Tool ist potenziell von grosser Bedeutung. Laut Adobe liegt der Schwerpunkt vorläufig darauf, typische Flash-Werbebanner zu konvertieren. Diese sind für Webseiten mit Blick auf Vermarktung und Einnahmen wichtig, konnten aber wegen Apples Flash-Boykott bislang gerade auf den mobilen Erfolgsgeräten iPhone und iPad nicht dargestellt werden.
Bekanntlich ist Apple-Chef Steve Jobs ein grosser Gegner der Adobe-Technologie. "Ich würde dem Tool nicht zu viel Bedeutung mit Blick auf die ganze Flash-iOS-Situation beimessen", warnt aber Theys. Dass Adobe Entwicklern das Übertragen von Inhalten in HTML5 leichter machen will, ist demnach wohl kein Zeichen für eine Abkehr von der hauseigenen Technologie. "Ich würde erwarten, dass Adobe Flash in den nächsten Monaten stark pushen wird, insbesondere, da Rechenleistung eine immer kleinere Rolle spiel", erklärt der Analyst. Damit spielt er darauf an, dass bei Smartphones und Tablets bereits das Dual-Core-Zeitalter anbricht. (pte)

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