Wallis plant zweites kantonales Rechenzentrum

25. März 2020, 11:17
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Für 65 Millionen Franken will der Staatsrat eine Notrufzentrale und ein RZ in Siders bauen.

Der Walliser Staatsrat hat dem Parlament eine Botschaft über das Gesuch um einen Kredit zur Finanzierung des Baus einer neuen Alarmzentrale und eines zweiten Rechenzentrums für den Kanton im Quartier L'Escala in Siders vorgelegt.
Der Staatsrat beantragt beim Parlament die Annahme eines Kredits von 65 Millionen Franken, wovon 7 Millionen Franken aus dem Verpflichtungskredit der bereits genehmigten IT-Strategie 2015-2024 stammen würden. Geplant ist die Inbetriebnahme der neuen Zentrale und des RZs für Sommer 2023.
Von der neuen Einsatzzentrale aus sollen künftig die Notrufnummern 112, 117, 118 und 144 operieren. "Obwohl sie an einem gemeinsamen Standort vereint sind, werden diese drei Einheiten unter strikter Einhaltung des Datenschutzes unabhängig bleiben", heisst es in der Botschaft. Auf diese Weise werde sichergestellt, dass die Interventionskräfte in allen Krisensituationen und im Alltag effektiv geführt und eingesetzt werden können.

Kontinuierliche Polizeipräsenz im RZ

Am neuen Standort in Siders soll auch ein zweites kantonales Rechenzentrum gebaut werden. Damit soll die operationelle Kontinuität des Hauptzentrums in der Stadt Sitten gewährleistet werden, um die Beständigkeit und Sicherheit der Informationssysteme des Wallis zu garantieren.
"Dieses Rechenzentrum muss über ein hohes Sicherheitsniveau verfügen, das durch die ständige Anwesenheit von Polizeikräften im Gebäude gewährleistet ist. Es weist dank angemessener Erdbebenschutznormen eine begrenzte Anfälligkeit für Naturkatastrophen auf", schreibt der Staatsrat.

Architekten aus Lausanne, Ingenieure aus Genf

Anfang 2018 wurde ein Architektur- und Ingenieurwettbewerb für den Bau des Gebäudes in Siders ausgeschrieben. Am Ende des Wettbewerbs habe die Fachkommission das Projekt von Urbistondo + Martinez, Architekten in Lausanne, und Structurame Sàrl, Bauingenieure in Genf, ausgewählt.

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