Wallis spricht 500'000 Franken für Cybersecurity seiner Gemeinden

17. Dezember 2021, 13:45
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Das kantonale Parlament hat knapp eine Massnahme zur Verbesserung der Cybersicherheit angenommen. Es dürfte auf die Hacks im Herbst reagiert haben.

Im Wallis reagiert man auf die erfolgreichen Cyberattacken gegen öffentliche Einrichtungen der Schweiz. Der Grosse Rat will Gemeinden des Kantons mit 500'000 Franken bei der Umsetzung von Security-Massnahmen unterstützen. Wallis plant in seinem Budget für 2022 in den verschiedensten Bereichen insgesamt Investitionen von 643 Millionen Franken.
Die Geldspritze für die Cybersecurity wurde im kantonalen Parlament aber lediglich mit 66 zu 59 Stimmen angenommen. Der FDP war der Entwurf zu wenige konkret. Die Partei werde ihn unterstützen, wenn er "präziser sei". Die SP und die Grünen lehnten den Vorschlag ebenfalls ab, insbesondere weil der Betrag aus den Zuschüssen für die Krankenkassen genommen werden soll. Die parlamentarische Debatte fasste 'Le Nouveliste' zusammen.
Das Geld soll nun für Schulung, Beratung, Empfehlungen für Massnahmen zur Verstärkung der Überwachung sowie Einführung eines Verfahrens bei Datendiebstahl oder Datenlecks eigesetzt werden, wie dem Entwurf zu entnehmen ist. Der Kanton Wallis beheimatet 122 politische Gemeinden.
Diesen Herbst wurden gleich zwei erfolgreiche Angriffen auf Rolle und Montreux im Nachbarkanton Waadt bekannt. Dabei wurden in den Gemeinden auch sensible Daten von Einwohnerinnen und Einwohner entwendet. Das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC) hat bereits erste Aufklärungsmassnahmen ergriffen

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