Walmart entlässt Laden-Roboter

3. November 2020, 16:00
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Der Detailhandelskonzern lernte nach Jahren und während der Pandemie, dass Menschen seinen Robotern ebenbürtig sind.

Walmart entlässt die Roboter, die es in zuletzt in etwa 500 Geschäften eingesetzt hatte, um den Überblick zu behalten, was in den Regalen steht und was nicht. Dies meldet das 'Wall Street Journal'.
Der Konzern habe den Vertrag mit dem Startup-Unternehmen Bossa Nova Robotics aufgekündigt. Dieses stellt "umherwandernde" Roboter her, die mit Kameras Regale auf nicht vorrätige und falsch platzierte Produkte absuchen.
Walmart sagte in einer Erklärung, dass man "seit fünf Jahren mit Bossa Nova zusammenarbeitet". Man habe gemeinsam viel darüber gelernt, wie die Technologie die Mitarbeiter unterstützen, die Arbeit erleichtern und eine bessere Kundenerfahrung bieten könne.
Walmart hatte die Roboter in den letzten Jahren zu einem häufigen Gesprächsthema bei Medien- und Investorenveranstaltungen gemacht, "in der Hoffnung, dass die Technologie dazu beitragen könnte, die Arbeitskosten zu senken und den Umsatz zu steigern", schreibt das 'Wall Street Journal' (Paywall).
Für die Kündigung gebe es mehrere Gründe. Zum einen habe Walmart festgestellt, dass Menschen zu ähnlichen Ergebnissen kommen wie die Roboter, zum anderen hätten sich Mitarbeitende während der Pandemie mit viel mehr Online-Lieferungen und Abholungen bewährt. Nicht zuletzt hatte der Walmart-Chef Bedenken, wie Kunden reagieren, wenn sie Roboter in seinen Läden sehen.
Das Unternehmen, das 4700 Läden in den USA besitzt, teste aber weitere neue Technologien zur Bestandsverfolgung und Warenbewegung, welche Mitarbeitende unterstützen sollen: "Wir werden weiterhin neue Technologien testen und in unsere eigenen Prozesse und Anwendungen investieren, um unseren Bestand bestmöglich zu verstehen und zu verfolgen und Produkte so schnell wie möglich in unsere Regale zu bringen".

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