Wandern Credit-Suisse-IT-Stellen ins Ausland?

5. Oktober 2015, 14:30
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Die Grossbank Credit Suisse wolle Informatikjobs in der Schweiz abbauen, schreibt die 'Schweiz am Sonntag'.

Die Grossbank Credit Suisse wolle Informatikjobs in der Schweiz abbauen, schreibt die 'Schweiz am Sonntag'.
Die Bank Credit Suisse plant laut einem Artikel der gestrigen 'Schweiz am Sonntag' (SaS), der sich auf "Recherchen aus dem Innern der Bank" bezieht, eine stärkere Regionalisierung: Die bisher stark zentralisierte Konzernstruktur solle aufgebrochen und Regionen wie Asien oder den USA mehr Gewicht verliehen werden. Der CS-Konzernchef Tidjane Thiam werde diese Pläne am 21. Oktober offiziell vorstellen.
Dies seien schlechte Nachrichten für den Standort Schweiz. Teil dieser Strategieänderung sei nämlich eine Verlagerung vieler Jobs im Bereich "Shared Services" in die Regionen. Shared Services sind von den Regionen gemeinsam genutzten Konzernfunktionen, von denen heute noch viele in Zürich angesiedelt sind. Gemäss einem ranghohen Manager, so die Sonntagszeitung, werde die Regionalisierungsstrategie zu einem Arbeitsplatzabbau in der Schweiz führen. Die Informatik ist einer der grössten Bereiche der Shared Services. Informatikjobs, so glaubt die Zeitung, könnten insbesondere nach Asien verschoben werden.
Die Credit-Suisse-Pressestelle erklärte auf unsere Anfrage hin, dass man zu Gerüchten keine Stellung nehmen wolle, empfahl uns aber eindringlich, die Informationen zur CS-Strategie am 21. Oktober intensiv zu verfolgen. Da scheint also auf jeden Fall etwas im Busch zu sein.
Interne oder Externe?
Mit einer stärkeren Regionalisierung der Informatik würde die Credit-Suisse eine ähnliche Strategie einschlagen, wie sie die UBS vor rund einem Jahr beschlossen hat auch interne IT-Mitarbeitende. Noch stärker betroffen sind bei der UBS allerdings, wie die Bank damals erklärte, externe Mitarbeitende, die von der Bank von Partnerfirmen "ausgeliehen" oder als Freelancer mit befristeten Verträgen angestellt werden. (Hans Jörg Maron)

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