Wann kommt Microsofts Online-ERP?

14. März 2008, 16:14
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Grundsätzliches von Steve Ballmer zu Microsofts Plänen mit der 'Dynamics' Business-Software.

Grundsätzliches von Steve Ballmer zu Microsofts Plänen mit der 'Dynamics' Business-Software.
Das Transkript des Auftritts von Microsoft-Boss Steve Ballmer anlässlich der Eröffnung der US-Ausgabe der ERP-Hausmesse 'Convergence' umfasst schlappe 56'000 Zeichen. Vieles in der langen Rede von Ballmer und den anschliessenden Dialogen mit den wie üblich auf die Bühne geholten Präsentatoren und IT-Promis (diesmal EDS-Boss Ron Rittenmeyer) kann man sich sparen. Anderes hingegen zeigt die Richtung auf, in die Microsoft mit den Business-Applikationen gehen will.
Zum einen wollen die Redmonder die eigenen ERP-Lösungen (Axapta, Navision, Great Plains, CRM) ganz tief mit den eigenen Büro-Anwendungen verknüpfen. Ein wichtiges Vehikel dafür ist Share Point, Microsofts zentrales Serverprodukt für die Verwaltung von Dokumenten und Workflows. Die Interfaces von Share Point wie auch dessen Suchfunktionen sollen in allen 'Dynamics'-Produkten eingebaut werden. Man werde also, so Ballmer, einen ad-hoc-Workflow rund um ein Dokument, sei es eine Rechnung oder ein Budget, aufbauen können, ohne die Oberfläche des ERP-Produkts zu verlassen.
Und natürlich will Microsoft das andere strategische Produkt, die Kommunikationsplattform ('Unified Communications'), ganz tief mit Microsoft CRM verknüpfen. Die Absicht dahinter ist offensichtlich: Eine Firma wird sämtliche computergestützten Prozesse abbilden können, ohne auch nur einmal die Microsoft-Welt zu verlassen.
Wann gibt es Online-ERP-Lösungen?
Während kleinere, lokale Anbieter teilweise bereits heute ihre Applikationen "als Service" über das Internet anbieten und SAP noch dieses Halbjahr auch in der Schweiz mit der Online-Version 'Business byDesign" starten wird, hat man von Microsoft in diese Richtung noch wenig gehört.
Microsoft testet 'Dynamics CRM 4.0' seit längerem als eigenes Online-Angebot und wird das Angebot in den USA Ende Juni offiziell lancieren. An einer Demo während Ballmers Ansprache wurde gezeigt, wie einfach die SaaS-Version von CRM 4.0 an die lokale Microsoft-Umgebung, vor allem Outlook, angeflantscht werden kann.
Doch mit Online-Versionen der Software für Kundenpflege wird es nicht getan sein. Der Kunde werde in nicht allzu ferner Zeit entscheiden können, ob er eine Geschäftsapplikation von Microsoft "aus der Wolke" (sprich über Internet von irgendeinem Rechenzentrum aus) oder von einem spezialisierten Dienstleister beziehen wolle, oder ob er sie kaufen und selbst installieren und betreiben wolle, so Ballmer. Er betonte, dass Kunden in Zukunft sehr wahrscheinlich eine Kombination aus verschiedenen "Darreichungsformen" von Software wünschen würden. Microsoft werde mit allen Produkten in diese Richtung gehen. (Christoph Hugenschmidt)

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