Warum Schweizer CIOs (nicht) outsourcen

19. August 2005, 16:17
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Schweizer ICT-Markt wächst nur schleppend - Ausser Outsourcing

Schweizer ICT-Markt wächst nur schleppend - Ausser Outsourcing
Philipp Ziegler vom Schaffhauser Marktforscher MSM Research hat heute die jüngsten Zahlen zum Schweizer IT- und Kommunikationsbusiness veröffentlicht. Ziegler befragt jährlich etwa 1500 Unternehmen in der Schweiz und dürfte über relativ exakte Zahlen verfügen.
Gemäss MSM wird der Schweizer ICT-Markt im laufenden Jahr um etwa 2,4 Prozent wachsen - faktisch also praktisch stagnieren. Einzig IT-Dienstleistungen und dabei vor allem Outsourcing legen etwas mehr zu. Ziegler schätzt das Wachstum der IT-Dienstleistungen auf knapp 5 Prozent. Outsourcing-Aufträge nehmen im laufenden Jahr gar um 7,6 Prozent zu.
Gemäss MSM ist der gesamte Outsourcing-Markt heute in der Schweiz 2,37 Milliarden Franken schwer. Gut ein Drittel davon (34,1 %) entfällt auf Total-Outsourcing oder auf Infrastruktur-Outsourcing. Ein Fünftel (21.2 %) der Schweizer Outsourcing-Franken entfallen auf das Auslagern der Desktop- und Netzwerk-Landschaften.
Für und Wider Outsourcing
Ziegler befragte die helvetischen CIOs ebenfalls nach den Gründen, die für und gegen das Auslagern von IT- und Telekommunikationsaufgaben sprechen. Für Auslagerung spricht:

  1. Konzentration auf Kernkompetenzen
  2. Zugang zu neuen Technologien und Wissen

Als weitere Gründe werden mehr Flexibilität, die kürzer werdenden Technologiezyklen und hohe betriebliche Anforderungen genannt.
Gegen Outsourcing spricht für die Schweizer CIOs:
  1. Der Verlust von Know-how
  2. und über die technologische Entwicklung.

(Christoph Hugenschmidt)

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