Warum Ultrabooks immer noch wie Blei in den Regalen liegen

2. Oktober 2012, 11:47
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Die kecke Überschrift fällt ins Auge: "Dude, You're Not Getting an Ultrabook" (Alter, du kriegst kein Ultrabook).

Die kecke Überschrift fällt ins Auge: "Dude, You're Not Getting an Ultrabook" (Alter, du kriegst kein Ultrabook). So titeln die Industriebeobachter von IHS iSuppli ihre komplett revidierten Prognosen für den Ultrabook-Weltmarkt. Für 2012 rechnen sie nur noch mit 10,3 Millionen statt der ursprünglich erwarteten 22 Millionen Ultrabook-Lieferungen, für 2013 mit 44 statt der ursprünglich prophezeiten 61 Millionen dieser extrem flachen, aber immer noch recht teuren mobilen Geräte. Von Intels ursprünglicher Prognose, dass sie 2012 schon 40 Prozent des Notebook-Marktes einnehmen könnten, sind Ultrabooks weit entfernt.
Die nach wie vor hohen Preise seien das eine grosse Hindernis, die auf andere mobile Gadgets gelenkte Kauflust ein anderes, aber kein einziges Ultrabook könne für sich einen Werbespruch wie Dells "Dude, you are getting a Dell" reklamieren, kritisiert IHS-Senioranalyst Craig Stice die Tatsache, dass die Geräte marketingseitig in keiner Weise mithalten können mit echten Hype-Produkten wie Tablet-PCs und Smartphones.
Das "nebulöse Marketing und die unattraktiven Preise", die Ultrabooks umgeben, können aber überwunden werden, ist sich das Markt- und Industrieforschungsinstitut sicher, weshalb es für 2013 auch trotz der gesenkten Prognose von einem Absatzplus von 300 Prozent für die ultraflachen Notebooks ausgehen sowie von 95 Millionen verkauften Geräten im Jahr 2016.
Wichtige Voraussetzung für das Eintreffen der kurz- und mittelfristigen Prognosen sei aber, dass die Preise von derzeit rund 1000 Dollar nächstes Jahr auf 600 bis 700 Dollar sinken, und das mit Windows 8 und neuen Features wie Touchscreen und Bewegungssensoren. Sollten die Preise sich weiter auf so hohem Level bewegen wie bisher, müsste man die Vorhersagen erneut kräftig nach unten revidieren. (kh)

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