Was bedeuten mehr HP-Sales für die HP Partner?

20. September 2006, 17:07
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Wenn HP ruft, stehen die VARs früh auf: Erster Tag von HPs Preferred Partner Conference in Barcelona.

Wenn HP ruft, stehen die VARs früh auf: Erster Tag von HPs Preferred Partner Conference in Barcelona.
Im momentan wunderbar temperierten Barcelona startete heute HPs grosse Preferred Partner Conference für die Region EMEA. Die frühmorgendliche Anreise aus ganz Europa und von noch weiter her zeitigte bei manchen Vertretern von über 650 HP-Partnern im hellen Sonnenschein deutlich sichtbare Spuren: Mehr oder minder tiefe Augeringe dominierten (ein paar schon fast provokant muntere Gesichter sah man aber auch.)
In der grossen Eröffnungssession heute Nachmittag belastete HP dann die übermüdeten VARs immerhin nicht mit allzu vielen Neuigkeiten. Trotzdem: Die Sache begann unterhaltsam (Bevor sie zum Schluss dann etwas ausfaserte): EMEA-Channel-Chef Jos Brenkel resümierte von einem kleinen Filmchen unterstützt die vergangenen 12 Monate des "Preferred Partner"-Programms und zog ein positives Fazit. HP sei gewachsen (In Dollars gezählt mehr als Dell, IBM und manche andere zusammen), der Umsatz der Partner sei gewachsen und die Sache habe also beiden Seiten viel gebracht. Eine Einschätzung übrigens, die im Gespräch mit inside-channels.ch auch Christian Passath von LAN Computer Systems und Jakob Broger von redIT teilten - nicht gerade eine repräsentative Umfrage, aber immerhin.
Als Ziel für das nächste Jahr nannte Brenkel eine weitere Steigerung des Wachstums um einige Prozentpunkte, im Raum EMEA von rund fünf auf acht bis zehn Prozent. Bekräftigt wurde dieses Ziel auch von CEO Mark Hurd, der in einer Videoaufzeichnung auftrat. Auch wenn Hurd nicht persönlich anwesend war, konnte das Video einen Eindruck von seinem Führungsstil vermitteln. Es wird, wie dem Reporter scheint, zwar von ähnlichen Dingen geredet, wie in der Ära Fiorina: Wachstum, Profitabilität und Konzentration auf Kundenbedürfnisse. Aber die Gewichtung hat sich verschoben. Visionäres und Schlagwörter sind etwas in den Hintergrund getreten, dafür spricht der wesentlich pragmatischer wirkende Hurd vermehrt von Profiten und konkreten Wachstumschancen in bestimmten Gebieten.
Eine der Bemerkungen Hurds führte dann aber noch zu teilweise etwas längeren Gesichtern im Publikum: HP, so Hurd, wolle in nächster Zeit sein eigenes Salespersonal noch einmal kräftig aufstocken. Ob dies das Umsatzverhältnis wieder ein Stück in Richtung Direktverkauf verlagern könnte oder wie sich dies genau auf die Channelpartner von HP auswirken könnte, erklärte er noch nicht. Gut möglich, dass HPs Channelleute aus den einzelnen Ländern sich für heute Abend und morgen einige gut formulierte Erklärungen einfallen lassen sollten. Inside-channels.ch hörte dazu jedenfalls einige scharfe Sprüche von britischen und französischen HP-Partnern und mindestens einen gemässigt besorgten Schweizer VAR. Wir hoffen, morgen noch mehr Stimen von HP-Leuten und Partnern zu diesem Thema sammeln zu können. (Hans Jörg Maron)
(Bild: Eine Grüppchen von Schweizer HP-Partnern - insgesamt sind rund 25 anwesend - bei der Kaffeepausendiskussion mit HPs Channel-Männern Andrej Golob und Gabriel Meinhard.)

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