Was bringt SuisseID 1.5?

27. Dezember 2012, 10:10
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Die SuisseID basiert nun auf einem E-Gov-Standard.

Die SuisseID basiert nun auf einem E-Gov-Standard.
Ab dem 31. März 2013 gelten, wie bereits berichtet erklärt Reinhard Dietrich, Leiter der Arbeitsgruppe Spezifikation des Trägervereins SuisseID, einige der Änderungen bei der schweizerischen "elektronischen Identität".
Die von Reinhard erwähnten technischen Änderungen betreffen vor allem Service Provider, die auf der SuisseID basierenden Dienste anbieten. Damit sie sämtliche im SuisseID-System erfassten Merkmale beziehen können, wurden dem Identity Provider Service (IdP) nun auch die Merkmale beziehungsweise Attribute "organization", "email" und "title" hinzugefügt. Zudem kann nun auch bei Staatsangehörigen aus Ländern mit sehr langen Passnummern die korrekte Passnummer bezogen werden.
Die wohl wichtigste Änderung ist aber konzeptioneller Natur: Die SuisseID-Spezifikation ist nun ein Schweizer E-Government-Standard, der vom Verein eCH, dem schweizerischen E-Government-Standardisierungsgremium publiziert wird.
Das Ziel des Standards ist es laut Reinhard, dass die ID unabhängig vom eigentlichen Anbieter, sei dies nun die Schweizerische Post, Swisscom, QuoVadis oder das Bundesamt für Informatik BIT, genau gleich genutzt werden kann. Dienstanbieter sollen die SuisseID so einfacher in ihre Architektur integrieren und nicht mit anbieterspezifischen Unterschieden, Inkompatibilitäten oder anderen Hindernissen kämpfen müssen. Für Endanwender der SuisseID soll dies einen indirekten Nutzen haben. Statt eines "Schlüsselbundes mit verschiedenen Schlüsseln" sollen sie einen "Passepartout" für verschiedenen Anwendungen erhalten.
Weiter in die Cloud
Die SuisseID soll auch in Zukunft weiterentwickelt werden. Im Moment befasst man sich laut Reinhard intensiv mit dem Thema SuisseID in der "Cloud", vor allem im Bereich von Signaturlösungen: "Wie kann ich die Willensäusserung (elektronische Signatur) in der Cloud machen, so dass die gesetzlichen Anforderungen 'eins a' erfüllt sind?". In die Entwicklung der Version 1.5 sind diverse Anregungen von Service Providern eingeflossen. Nun hofft Reinhard, dass sich in Zukunft auch vermehrt Anwenderinnen und Anwender melden und ihr Feedback geben. (hjm)

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