Was Chefs von IT und Governance halten

26. Januar 2009, 17:37
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Eine überwiegende Mehrheit der Chefs findet IT heute wichtig – aber aus verschiedenen Gründen – und ist auch ziemlich zufrieden mit ihren IT-Abteilungen.

Eine überwiegende Mehrheit der Chefs findet IT heute wichtig – aber aus verschiedenen Gründen – und ist auch ziemlich zufrieden mit ihren IT-Abteilungen.
Der internationale Interessensverband IT Governance Institute (ITGI) hat eine Umfrage zur Bedeutung von IT für Unternehmen durchgeführt, und sich dabei für einmal nicht an IT-Leute, sondern an die CEOs von Unternehmen gewandt. Etwas über 250 Chefs aus 22 Ländern, je zur Hälfte aus Unternehmen mit unter 500 und Unternehmen mit über 500 Mitarbeitenden, hat mitgemacht.
Die Ergebnisse zeigen, dass IT heute von einer überwiegenden Mehrheit der Unternehmensleiter ernst genommen wird: 51 Prozent erklärten, dass IT sehr wichtig und zusätzliche 36 Prozent, dass sie ziemlich wichtig für Ihr Unternehmen sei. Noch wird die Bedeutung der IT am häufigsten in ihrer "klassischen" Rolle, zur Sicherstellung der Effizienz und Effektivität des Unternehmens betont. 87 respektive 81 Prozent gestehen ihr in diesen beiden Bereichen eine wichtige Rolle zu.
Noch sind es etwas weniger, nämlich 59 Prozent der Chefs, die Informatik auch für die Innovationskraft in ihrem Unternehmen eine gewisse oder grosse Wichtigkeit einräumen. Eine mögliche Erklärung sieht die ITGI darin, dass die IT-Abteilungen ihre Unternehmensleitungen noch nicht genügend über die Business-Möglichkeiten, die sich durch neue IT-Technologien ergeben könnten, informieren. Rund ein Drittel tut dies – sagen die CEOs – von Zeit zu Zeit, ein weiteres Drittel sogar sehr selten oder gar nicht. Nur beim restlichen Drittel fliessen diese Informationen oft und ausführlich. In dieser Beziehung könnte also Verbesserungspotential bestehen.
Drei Viertel zufrieden, ein Viertel unzufrieden
Insgesamt sind die meisten CEOs auch recht zufrieden mit ihrer Informatik. 58 Prozent der Umfrageteilnehmer erklärte, dass diese ihren Erwartungen entsprechend funktioniere, bei 15 Prozent wurden die Erwartungen übertroffen. Demgegenüber steht ein Viertel unzufriedene CEOs. Ein ähnliches Verhältnis zeigt sich auch bei anderen Fragen: 74 Prozent erklärten, dass IT-Investitionen zu Wertschöpfung im Unternehmen beitragen, und 73 Prozent meinten, dass die IT-Strategie und die Business-Strategie heute gut aneinander angepasst seien.
Trotzdem sieht eine knappe Mehrheit noch Verbesserungspotential: 54 Prozent der CEOs glauben, dass es Hindernisse gebe, welche die IT daran hindern, ihren bestmöglichen Beitrag abzuliefern. Dazu gehören technische Hindernisse wie Schwierigkeiten bei der Implementation von Applikationen. Insgesamt noch öfter werden aber ganz andere Gründe genannt, wie die Unternehmenskultur, Furcht vor Veränderungen, Zeitmangel der Experten oder zu wenig "Skills" und Ausbildung. Viele dieser Probleme, glaubt ITGI, könnte durch bessere IT Governance eigentlich zumindest gelindert werden. (Allerdings kostet das auch… Anm. der Redaktion). IT Governance, so schlägt ITGI vor, sollte noch verstärkt Sache der Unternehmensleitung werden, und CIOs immer einen direkten Draht zur Geschäftsleitung haben. IT-Governance ist zwar bei 71 Prozent der Unternehmen offiziell eine Sache der obersten Führung. Aber in 58 Prozent der Geschäftsleitungen werden IT-Angelegenheiten nur fallweise besprochen. Nur 37 Prozent machen dies routinemässig.
Interessierte können die gesamte Studie kostenlos herunterladen. (hjm)

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