Was CIOs an Windows Server 2008 lieben ...

25. Februar 2008, 13:53
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... und warum SQL Server 2008 und Hyper-V echte Spassbremsen sind.

... und warum SQL Server 2008 und Hyper-V echte Spassbremsen sind.
Am 1. März geht es offiziell los mit Microsofts neuem Server-Betriebssystem. Nach fünf Jahren erhalten IT-Abteilungen mit dem Windows Server 2008 völlig erneuerte Serverpakete aus Redmond. Doch während schon jetzt verfügbare Features, wie die Internet Information Services 7.0 und die Server Manager Managemet Console, für jeden zweiten IT-Verantwortlichen ganz weit oben auf der Wunschliste stehen, drohen die Verzögerungen beim SQL Server 2008 und der Implementierung der Virtualisierungslösung Hyper-V die Stimmung zu trüben. Das ist zumindest eines der Ergebnisse einet Umfrage, die die renommierte US-Zeitschrift 'Informationweek' unter 1082 Entscheidungsträgern in 663 Unternehmen durchgeführt hat..
Demnach wollen 14 Prozent der Befragten die 2008er-Version noch in den nächsten sechs Monaten einführen, insgesamt 56 Prozent innerhalb der nächsten zwei Jahre. Andererseits hat mehr als ein Drittel der Unternehmen den Windows Server 2008 gar nicht auf der Wunschliste. Diese Zahlen korrelieren auffällig mit den Aussagen der Befragten zur Vista-Einführung. Die Umfrageergebnisse legen nahe, dass es einen direkten Zusammenhang bei der Modernisierung der IT-Infrastruktur gibt. So würden nur 16 Prozent der Befragten Vista unabhängig vom Windows Server 2008 einsetzen und nur 28 Prozent wollen den Server auch ohne Vista nutzen. Der wesentliche Sorgenpunkt bezüglich des Windows Server 2008 berührt deshalb auch eine Erfahrung, die seit der Vista-Einführung ein wunder Punkt ist: Kompatibilität. Nahezu drei Viertel der IT-Spezialisten fürchten Kompatibilitätsprobleme mit vorhanden Applikationen und Fremdsoftware.
Warten auf SQL Server 2008
Die Hälfte der Umfrageteilnehmer will zusätzlich zum Windows Server 2008 auch den SQL Server 2008 einsetzen, man wird also auf die nächste Generation der Datenbank warten. Die wichtigsten Gründe für den neuen SQL Server sind die Datenverschlüsselung (47 Prozent), Datenspiegelung (40 Prozent) und die verbesserte Skalierbarkeit (33 Prozent). Bei den Attributen schätzen CIOs mit deutlichem Abstand am meisten das einfache Management (59 Prozent) und die Zuverlässigkeit (54 Prozent), vor Kosten oder dem Zusammenspiel mit anderen Microsoft Servern. Allerdings machen sich 50 Prozent der zukünftigen SQL-Server-2008-Nutzer Sorgen bezüglich der Implementierungskosten und 40 Prozent haben Bedenken was die Gesamtkosten (Total Cost of Ownership) im Vergleich zu Open-Source-Angeboten betreffen.
Neue Windows Server keine Gefahr für Linux
Die Verzögerung von Hyper-V bedeutet für die Unternehmen vor allem einen möglicher Zeitverlust gegenüber der Konkurrenz. Es gibt schon jetzt alternative Entry-Level-Lösungen zur Virtualisierung, so dass es nicht zwingend nötig wäre noch sechs Monate auf Hyper-V zu warten. Eine solche Entscheidung wäre für Microsofts Virtualisierungambitionen allerdings ein herber Rückschlag, entscheidet doch vor allem die Breite der installierten Basis über den Einfluss in diesem Segment.
Etwas weiter an Einfluss gewinnen wird wohl auch Linux. Lediglich bei sechs Prozent der befragten Unternehmen erwartet man, dass verhältnismässig weniger Linux-Server installiert werden, während 23 Prozent einen wachsenden Anteil erwarten. Für immerhin 44 Prozent sind die Produkte mit dem Pinguin aber auch weiterhin kein Thema. (Thomas Mironiuk)

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