Was der Kanton Zürich in Sachen E-Gov vorhat

4. April 2013, 14:23
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E-Government-Strategie 2013 - 2016 zeigt Handlungsbedarf in diversen Bereichen auf. In der Tat gibt es im bevölkerungsreichsten Kanton noch viel Potenzial in Sachen E-Gov.

E-Government-Strategie 2013 - 2016 zeigt Handlungsbedarf in diversen Bereichen auf. In der Tat gibt es im bevölkerungsreichsten Kanton noch viel Potenzial in Sachen E-Gov.
Der Kanton Zürich hat heute die E-Government-Strategie für die Jahre 2013 bis 2016 vorgestellt. Sie folgt auf jene aus dem Jahr 2008 und soll von Staatskanzlei und Direktionen umgesetzt werden. Der Ausbaustand der kantonalen E-Gov-Angebote sei "unterschiedlich fortgeschritten", schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung. Es bestehe weiterhin "Handlungsbedarf beim Ausbau von Angeboten, die eine papierlose Abwicklung des Amtsverkehrs ermöglichen".
Open Government Data, E-Voting etc.
Wichtigstes Ziel der aktuellen Strategie sei die Schaffung weiterer Grundlagen und Voraussetzungen juristischer, technischer und organisatorischer Natur. Diese sollen einen wirtschaftlicheren und zügigen Ausbau des E-Gov-Angebotes des Kantons und der Gemeinden ermöglichen.
Im Umsetzungsplan zur Strategie werden insgesamt 18 Kernprojekte zu sechs strategischen Zielen definiert. Dazu gehören zum Beispiel das flächendeckende E-Voting, elektronische Baubewilligungen sowie das kantonsübergreifende Projekt "Swiss E-Police": Gewisse Dienstleistungen der Polizei sollen über einen virtuellen Schalter abgewickelt werden können.
Ausserdem sollen ein elektronisches Behördenverzeichnis mit den Kontaktinformationen von Verwaltungsstellen eingerichtet, ein Konzept zu frei zugänglichen Behördendaten (Open Government Data) erarbeitet und Grundlagen für die Umsetzung von Angeboten für mobile Geräte bereit gestellt werden. Das Informationsangebot des Kantons soll mittels Social Media erweitert werden.
Die Finanzierung der Vorhaben und Projekte erfolge durch die zuständigen Organe gemäss üblichen internen Prozessen, heisst es im Umsetzungsplan. Die Aufwände der Mitarbeitenden der Umsetzungsorganisation tragen die entsprechenden Verwaltungsstellen. Die Stabsstelle E-Government finanziert ihre direktionsübergreifenden Projekte und stellt ein Budget für allfällige Anschubfinanzierungen zur Verfügung. (mim)

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