Was lockt Schweizer IT-Dienstleister an Azure?

1. Oktober 2012, 10:13
  • cloud
  • microsoft
  • iaas
image

Microsoft Schweiz lud rund 22 Schweizer ISV-Partner zur Dublin Data Center Tour nach Dublin ein und referierte und informierte über Windows Azure.

Microsoft Schweiz lud rund 22 Schweizer ISV-Partner zur Dublin Data Center Tour nach Dublin ein und referierte und informierte über Windows Azure.
Kalt, nass und regnerisch - so präsentierte sich die irische Hauptstadt nach der Ankunft am Flughafen. Eingecheckt im vornehmen Dubliner 5-Stern-Hotel Radisonblu St. Helens konnte man einen kurzen Blick auf den königlichen Garten erhaschen und sich mit einem dunklen Guinness erfrischen.
"Paas ist die Zukunft – Iaas der Stopping point"
Nach einem schmackhaften Frühstück fuhren wir, das sind rund 22 Schweizer ISV-Partner sowie vier Microsoft-Vertreter und die inside-channels.ch-Journalistin, zu einem Windows-Azure- Briefing ins EMEA Operations Center Microsoft (EOC). Olaf Feldkamp, André Roth und Michael Epprecht von Microsoft Schweiz informierten ausführlich über die Funktionsweise der Microsoft Cloud-Computing-Plattform Azure und der dazugehörigen Dienste wie SQL Azure oder AppFabric. Das Ziel sei, von Infrastructure-as-a-Service (Iaas) auf Platform-as-a-Service (Paas) zu mutieren. "Iaas ist ein Auslaufmodel", sagte Michael Epprecht in einer Präsentation. Die Lebensdauer von Iaas ist demnach schon fast wieder abgelaufen, auch wenn Microsoft diesen Service erst Anfang Jahr ins Sortiment aufgenommen hat.
Das Angebot Iaas von Windows Azure beinhaltet die Bewirtschaftung der Virtualisierung, der Server, Storage und des Netzwerks. Hierbei organisiert der Kunde die Applikationen, Datafiles, Runtime-Umgebung, Middleware und O/S selber. Im Gegensatz zum Paas-Angebot wo der Partner oder Kunde sich lediglich um die Applikationen sowie die Datafiles kümmern muss.
Wie kam Azure bei den ISV-Partnern an?
Mehrheitlich waren die Reaktionen der Schweizer Partner, die das RZ besuchten, positiv: "Wir arbeiten bereits mit Azure und vor allem für unsere KMU ist das Angebot interessant, aber auch immer mehr grosse Firmen wollen mehr wissen über die Plattform", so ein Vertreter eines Schweizer Software- und Beratungsunternehmens. Ein internationaler Anbieter für Compensation-Management sagte: "Wir sind daran unsere Kunden von Azure zu überzeugen, auch wenn momentan die Resonanz noch relativ klein ist, da wir mit sensiblen Vermögensdaten arbeiten." Ein IT-Dienstleister aus der Ostschweiz ergänzte die Diskussion in einem Dubliner Restaurant und sagte, dass Azure für seine Kunden schon seit einem Jahr eine Option ist und sie bereits Daten im Dubliner RZ lagern. Skeptischer zeigte sich lediglich ein IT-Dienstleister aus der Innerschweiz: "Wir arbeiten bereits mit anderen Cloud-Computing-Plattformen, für mich steht das Networking im Vordergrund".
Warum entschied sich beispielsweise Thomas Bolt von Guavis für Windows Azure? "Wir haben uns dafür entschieden, weil uns Azure die Möglichkeit gibt, bei Bedarf in kürzester Zeit schnell zu wachsen. Es ist eine zukunftweisende Plattform". Und warum nicht beispielsweise Amazon oder eine andere Plattform? "Weil wir langjährige gute Erfahrungen mit Microsoft gemacht haben." Das Startup Guavis entwickelt eine Windows-8-App namens "Interessen", die zum Windows-8-Launch im Windows-Store verfügbar sein wird und deren Server-Komponenten auf Azure laufen. (Hanna Lauer)
Auf dem Bild (v.l.): Mark O'Neill (Microsoft Dublin), Michael Epprecht (Microsoft Schweiz), André Roth (Microsoft Schweiz)
(Interessenbindung: Microsoft Schweiz übernahm die Gebühren für Flug und Hotel)

Loading

Mehr zum Thema

image

Zürcher Datenschützerin zum Cloudeinsatz: "Der Regierungsratsbeschluss ändert gar nichts"

Bei Dominika Blonski häufen sich seit dem Frühling Anfragen von Behörden zur Cloudnutzung. Im Gespräch sagt die Datenschützerin: "Ich weiss nicht, was die Absicht der Zürcher Regierung war."

publiziert am 30.9.2022 7
image

Datenschützer äussern harsche Kritik an Cloud-Entscheiden von Behörden

Die Konferenz der schweizerischen Datenschutzbeauftragten (Privatim) fordert: Kein Freipass für Microsoft 365.

publiziert am 30.9.2022
image

Vor 39 Jahren: Word 1.0 für MS-DOS erscheint

Im September 1983 brachte das Hause Redmond seine Textverarbeitungs-Software für das Microsoft Disk Operating System, kurz MS-DOS, auf den Markt.

publiziert am 30.9.2022
image

Der CTO von Microsoft Azure will künftig auf Rust setzen

Weil die Programmiersprache sicherer und zuverlässiger als C und C++ ist, soll sie in Zukunft vermehrt zum Einsatz kommen. Der C++-Erfinder hingegen sieht die Ablösung als "gewaltige Aufgabe".

publiziert am 28.9.2022