Was Personalverantwortliche jetzt beachten müssen

28. Juli 2020, 13:29
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Die Arbeitswelt verändert sich und gewisse Trends wurden durch die Pandemie beschleunigt. Chefs brauchen deshalb neue Skills, meint Gartner.

Die Covid-19-Pandemie wirkt sich auf das Arbeitsleben aus und wird auch langfristige Folgen haben. Gartner hat mit Blick auf neue Arbeitsformen diejenigen Trends zusammengefasst, auf die Personalverantwortliche und Führungskräfte achten sollten.
Während vor der Pandemie 30% der Arbeitskräfte einen Teil ihrer Arbeit im Homeoffice erbrachten, werden es nach der Pandemie rund 50% sein. Führungskräfte müssten bei der Rekrutierung und Weiterbildung ihrer Angestellten deshalb mehr Wert auf Skills legen, die für das Arbeiten im Homeoffice wertvoll seien. Dazu gehörten nicht zuletzt die digitalen Fähigkeiten der Angestellten.
Zu einer immer grösseren Herausforderung für Personalverantwortliche werde die Spannung zwischen Produktivität der Firma und Empathie. Von Gartner befragte Führungskräfte sagten, dass sie sich weniger Sorgen um die Produktivität machen als um die Unternehmenskultur. Zwei Drittel gaben an, deshalb zu Lockdown-Zeiten bewusst mehr Kontakt zwischen Managern und Mitarbeitenden eingeführt zu haben.
Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre aufstrebenden Manager und Personalverantwortlichen emotionale Intelligenz und weitere Soft Skills entwickeln. Auch mit Blick auf verteilte Teams und Homeoffice sollten sich Unternehmen fragen, was von den Mitarbeitenden zu viel verlangt sei.

Neuer Führungsstil gefragt

Gleichzeitig aber müsse die Produktivität gefördert werden. Teamleiter müssten überdenken, wie sie Mitarbeiterbeurteilungen durchführen können, wie sie sicherstellen, dass Angestellte ihre Ziele erreichen können und wie dies zu überprüfbar ist. Auch der Führungsstil müsse angepasst werden, um Teams aus der Ferne leiten zu können.
Unternehmen können auch analysieren, wie ihre Angestellten im Homeoffice arbeiten, um ihre Produktivität zu steigern. Laut einer Befragung der Marktforscher gaben bereits 16% der Arbeitgeber an, Daten der Mitarbeitenden zu sammeln. Arbeiten mehr Angestellte remote, werden mehr Daten gesammelt.
Zu den Daten gehören das virtuelle Ein- und Ausstempeln, wie PC und Telefon verwendet werden, die Chat- und E-Mail-Kommunikation oder der Standort und die Bewegung der Angestellten. Unternehmen müssten dafür die rechtlichen und auch ethischen Rahmenbedingungen klären, den Datenzugriff regeln und die Mitarbeitenden aufklären. "Transparenz ist der Schlüssel", mahnen die Marktforscher. Eine "ethische Datenanalyse", wie es heisst, könne aber nützlich sein, schliesst Gartner. 

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