Was Swisscom für Veltigroup bezahlte

21. August 2015, 09:59
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Das Grosskundenbusiness von Swisscom leidet unter Preisdruck.

Das Grosskundenbusiness von Swisscom leidet unter Preisdruck.
Diese Woche veröffentlichte Swisscom den Geschäftsbericht zum ersten Halbjahr 2015. Insbesondere die Zahlen zum IT-Geschäft von Swisscom sind schwierig zu analysieren. Denn der Telekommunikationsriese hat einerseits seinen IT-Dienstleistungsarm Swisscom IT Services in ein neues Segment namens "Grossunternehmen" verpackt und andererseits in den letzten sechs Monaten auch Firmen übernommen.
Ein Blick auf die Investoren-Präsentation lässt ein paar wenige Rückschlüsse zu. So ist der Umsatz des Segments Grossunternehmen ohne Einbezug der Übernahmen im ersten Halbjahr um 21 Millionen Franken geschrumpft, der Gewinn auf Stufe EBITDA um 12 Millionen. Swisscom spricht von "hohem Preisdruck." Total setzte der Konzern im Segment Grossunternehmen im ersten Halbjahr 2015 1,307 Milliarden Franken um.
Positiv scheint sich hingegen der Auftragseingang zu entwickeln. Swisscom spricht von einer Steigerung des um 20 Prozent. Welche Neukunden Swisscom gewinnen konnte, ist nicht in Erfahrung zu bringen. Was man weiss, ist dass Swisscom einerseits den Auftrag für den Betrieb des Zahlungsverkehrs-Systems der ZKB gewonnen
Veltigroup und H-Net kosteten 61 Millionen Franken
Natürlich interessiert man sich im Schweizer Channel für den Kaufpreis, den Swisscom für die beiden IT-Dienstleister Veltigroup und H-Net bezahlt hat. Ein Blick in den Zwischenbericht zum ersten Halbjahr wirft etwas Licht ins Dunkel. Swisscom hat für Veltigroup und H-Net zusammen 87 Millionen Franken berappt. Abzüglich erworbene Mittel und einen später zu bezahlenden Teil des Kaufpreises legte Swisscom zusammen 42 Millionen in bar auf den Tisch, total dürfte der "Nettopreis" der beiden Unternehmen bei 61 Millionen Franken gelegen haben.
Spekulieren wir: Veltigroup ist mit 480 Mitarbeitenden wesentlich grösser als H-Net. Zu der Westschweizer Gruppe gehört der renommierte Systemintegrator und Cloud-Spezialist LANexpert, der Business-Software-Spezialist Insenita und der Desktop-Dienstleister ITS. Wenn wir davon ausgehen, dass mindestens 80 Prozent der Preise für die beiden Übernahmen auf Veltigroup entfallen, so kommt man auf einen Kaufpreis von ungefähr 50 Millionen Franken. (Christoph Hugenschmidt)

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