Watson soll Roboter noch menschlicher machen

10. November 2016, 13:58
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"Cognitive Computing as a Service" nun auch für die physische Welt.

"Cognitive Computing as a Service" nun auch für die physische Welt.
IBM hat vor rund zwei Jahren die Watson Developer Cloud lanciert. IBM möchte dadurch Softwareentwickler dazu animieren, seine Cognitive-Computing-Plattform Watson als Service zu benützen um deren Fähigkeiten in Applikationen zu integrieren.
Mit dem gerade vorgestellten "Projekt Intu" möchte IBM ähnliches erreichen. Diese neue, gegenwärtig noch experimentelle Pattform zur Integration von Services aus der Watson-Cloud richtet sich dabei aber spezifisch an Ingenieure und Forscher, die Geräte entwickeln, die auch physisch mit Menschen interagieren, nicht nur via Bildschirm. IBM hat dafür wieder einmal einen eigenen Begriff geprägt und nennt sie "embodied systems". Als erstes kommen einem dabei menschenähnliche Roboter in den Sinn, in Frage kommen aber auch viele andere Maschinen, vom smarten Kühlschrank bis zum Robostaubsauger.
Das Projekt Intu biete Ingenieuren eine vorgefertigte Umgebung, um solche Geräte mit kognitiven Fähigkeiten auszustatten, so IBM. Für die Endgeräte komme dabei eine grosse Bandbreite von Betriebssystemen in Frage, darunter Raspberry PI, MacOS, Windows oder Linux.
Auf die Projekt-Intu-Plattform kann via die Watson Developer Cloud zugegriffen werden.
Ingenieure sollen experimentieren
Entwickler sollen damit experimentieren, wie sie Services aus der Watson-Cloud-Plattform auch auf "handgreifliche" Mensch-Maschine-Interaktionen anwenden könnten. Zu diesen Services gehören unter anderem die Interpretation natürlicher Sprache und visueller Inputs, die mit den physischen Fähigkeiten der jeweiligen Endgeräte verbunden werden können. Ausserdem ist dabei natürlich auch die Lernfähigkeit der Watson-Plattform inbegriffen.
Anwendungen sieht IBM beispielsweise bei Robotern oder Avataren, die Gäste in Hotels begrüssen, Kunden in Läden helfen oder in Altersheimen oder Spitälern Menschen pflegen. Anwendungen wären aber auch in ganz anderen Bereichen denkbar, der Fantasie von Entwicklern sind keine Grenzen gesetzt.
Weniger Eigenarbeit für Entwickler
Durch die Integration von Watson-Fähigkeiten sollen Maschinen die Anliegen ihres menschlichen "Kunden" verstehen, auch wenn diese keine ganz spezifischen Befehle geben, und mit den jeweils angemessenen Verhaltensweisen und Aktionen reagieren. Nun arbeiten Ingenieure auch unabhängig von IBM an Geräten, die so etwas können. Der Einbezug von Watson "als Service" könne ihnen aber viel Arbeit ersparen, sagt Big Blue, da sie so auf eine vorgefertigte, komplette Umgebung zugreifen können. Entwickler müssten zudem nicht mehr jede Bewegung eines Gerätes einzeln programmieren. Intu mache es einfach, Bewegungen zu Abläufen zu kombinieren, die für die Erfüllung einer bestimmten Aufgabe sinnvoll sind. (hjm)

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