Wearables an die Börse

8. Mai 2015, 09:15
  • workplace
  • apple
image

Fitnessarmbänder-Hersteller Fitbit bereitet Börsengang vor.

Fitnessarmbänder-Hersteller Fitbit bereitet Börsengang vor.
Fitbit, US-Hersteller von Fitnessarmbändern, will an die Börse. Ziel des Börsengangs sei es, rund 100 Millionen Dollar einzunehmen, schrieb Fitbit am Donnerstag in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht.
Fitbit habe seit seiner Gründung 2007 bis Ende März dieses Jahres bereits mehr als 20 Millionen Fitnessarmbänder weltweit verkauft, schrieb das Unternehmen. Laut einer Studie sei Fitbit in den USA der Marktführer bei Wearables zur Messung der eigenen Fitness - mit einem Anteil von 68 Prozent.
Die Firma machte ihren Angaben zufolge im vergangenen Jahr einen Umsatz von 745 Millionen Dollar und damit fast dreimal so viel wie 2013. Damit gelang dem Unternehmen aus San Francisco auch der Sprung in die schwarzen Zahlen mit einem Gewinn von knapp 131,8 Millionen Dollar. Im ersten Quartal dieses Jahres habe das Wachstum sogar noch angezogen, hiess es.
Neben Fitnessarmbändern, die etwa die Herzfrequenz, zurückgelegte Schritte und verbrauchte Kalorien messen, bietet Fitbit auch eine vernetzte Waage an. Das Unternehmen hatte zuletzt 579 Mitarbeiter. Beim Börsengang in New York, dessen Datum noch nicht feststeht, soll die Firma das Kürzel FIT bekommen.
Teure Rückrufaktion
Einen empfindlichen Dämpfer musste Fitbit vor gut einem Jahr einstecken. Das neue Topmodell Force wurde Anfang 2014 vom Markt genommen, nachdem sich einige Nutzer über Probleme mit Hautausschlag beschwert hatten. Die Rückrufaktion kostete Fitbit insgesamt mehr als 100 Millionen Dollar, wie jetzt bekannt wurde. Die damit verbundenen Sammelklagen seien beigelegt worden.
Konkurrenten der US-Firma sind Jawbone aus den USA oder Withings aus Frankreich. Die Marktposition der Anbieter solchen Fitness-Zubehörs wird von einigen Experten allerdings angesichts des erwarteten Smartwatch-Booms in Frage gestellt.
So ist die neue Apple Watch ebenfalls stark auf Fitness-Funktionen fokussiert. Skeptiker argumentieren, dass Fitness-Bänder von den Smartwatches mit ihren vielen Funktionen verdrängt werden - ähnlich, wie MP3-Player den Smartphones weichen mussten. Fitbit-Manager kontern, der unerschlossene Markt sei noch so gross, dass für diverse Geräte Platz sei. (sda/mim)

Loading

Mehr zum Thema

image

PC-Markt im steilen Sinkflug

Bedenken wegen der schwächelnden Wirtschaft und steigenden Kosten für andere Güter haben die Kauflust von Privatleuten und Unternehmen stark gebremst.

publiziert am 11.1.2023
image

Apple will eigene All-in-One-Chips produzieren

Diese sollen für Mobilfunk, Wlan und Bluetooth eingesetzt werden. Die Zusammenarbeit mit den Herstellern Qualcomm und Broadcom könnte somit beendet werden.

publiziert am 10.1.2023
image

Klimaschutz wird zum PC-Verkaufs­argument

Die grossen Computerhersteller haben an der CES ihre neusten Geräte vorgestellt. Das Credo bei allen lautet: mehr Nachhaltigkeit.

publiziert am 5.1.2023
image

Vor 40 Jahren: Der PC sticht Andropov, Reagan und Thatcher aus

1982 kürte das Magazin 'Time' erstmals keine Person des Jahres, sondern eine "Machine of the Year". Die Prophezeiung "der Personal Computer zieht ein" sollte sich in Vielem bewahrheiten.

publiziert am 23.12.2022