Wearables werden besser und beliebter

23. Juni 2017, 13:27
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Im laufenden Jahr werden weltweit 125,5 Millionen Wearables abgesetzt.

Im laufenden Jahr werden weltweit 125,5 Millionen Wearables abgesetzt. Dies entspricht einem Wachstum von über 20 Prozent im Vergleich zu 2016, wie IDC schreibt. Und auch nach 2017 werde der Markt wachsen: Für das Jahr 2021 prognostiziert der Marktforscher einen Absatz von 240,1 Millionen Geräten.
"Der Wearables-Markt tritt in eine neue Phase ein", sagt IDC Research Manager Ramon Llamas. Während es in den vergangenen Jahren vor allem darum gegangen sei, das Bewusstsein der Konsumenten für die Produkte zu stärken, gehe es nun darum, die Kundenerfahrung zu verbessern. Damit meint IDC sowohl das Design der Hardware als auch die Art und Weise, wie die Software der Geräte Daten sammelt, analysiert und für den Träger aufarbeitet. Nutzer könnten sich laut Marktforscher auf Wearables der zweiten und dritten Generation freuen, die die aktuellen Wearables altmodisch erscheinen liessen. Digitale Assistenten, Mobilverbindung oder die Einbindung in grössere Systeme, etwa in das Smart Home, seien nur ein paar der Features, über die die nächsten Wearables verfügten.
Smart Watches nehmen den Wearables-Markt für sich ein
Im Wearables-Markt werden laut IDC Smart Watches mit einem Anteil von knapp 70 Prozent den Grossteil des Volumens ausmachen. Dabei unterscheidet der Marktforscher zwischen den "klassischen" Smart Watches, etwa von Apple oder Samsung, auf denen Apps von Drittherstellern installiert werden können, und solchen Uhren, die dies nicht können. Darunter befinden sich beispielsweise Uhren, die Fitness-Daten sammeln oder über eine GPS-Funktion verfügen. Letztere werden über einen grösseren Absatz verfügen, als die eher teuren Geräte der Smartphone-Hersteller. Für die Jahre 2017 bis 2021 sagt der Marktforscher für beide Kategorien zusammen ein Wachstum von über 26 Prozent voraus – von 71,4 Millionen Stück im laufenden Jahr auf einen Absatz von 161 Millionen Stück.
Die Popularität der einst sehr beliebten smarten Armbänder, die beispielsweise die Schritte der Nutzer zählen, wird laut IDC schwinden. Einzig sehr günstige Geräte für den Massenmarkt werden sich laut IDC gut verkaufen. So prognostiziert der Marktforscher ein Wachstum von gerade einmal 1,2 Prozent bis ins Jahr 2021.
Dank vieler Hersteller in China habe der Markt für smarte Kleider einen grossen Schritt nach vorne gemacht. Im laufenden Jahr geht IDC von einem Absatz von etwa 3,3 Millionen Stück aus. 2021 sollen es bereits 21,6 Millionen Einheiten sein. Dies entspricht einem Wachstum von über 75 Prozent. Smarte Schuhe, Socken, Gürtel oder Shirts seien zwar unter Endkunden noch nicht weit verbreitet. Dies könnte sich mit einer smarten Jacke, die von Google und Levi's noch dieses Jahr lanciert werde, bald ändern, heisst es in der Mitteilung von IDC. Aktuell seien smarte Kleidungsstücke insbesondere unter Profi-Sportlern verbreitet, die damit ihre Bewegungsabläufe besser analysieren können und so hoffen, ihre Leistung zu verbessern.
Eine weitere Kategorie der Wearables sind smarte Kopfhörer. Für diese Geräte prognostiziert IDC ein Wachstum um 40 Prozent von 1,6 Millionen Geräte im Jahr 2017 auf vier Millionen Geräte im Jahr 2021. In diesen Zahlen sind Kopfhörer gefasst, die über zusätzliche Funktionen verfügen und Informationen zu einer Smartphone-App senden oder von der App empfangen können. Nicht einberechnet sind herkömmliche Bluetooth-Geräte. (kjo)

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