"Web-Erfinder" warnt vor Bespitzelung im Netz

13. März 2009, 15:50
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Pünktlich zum 20-jährigen Geburtstag "seines" World Wide Web hat "Web-Erfinder" Tim Berners-Lee vor den Gefahren der zunehmenden Bespitzelung im Internet gewarnt.

Pünktlich zum 20-jährigen Geburtstag "seines" World Wide Web hat "Web-Erfinder" Tim Berners-Lee vor den Gefahren der zunehmenden Bespitzelung im Internet gewarnt. An einer Podiumsdiskussion über die kommerzielle Nutzung von Internet-Daten sprach er sich explizit gegen Projekte aus, bei denen die Web-Nutzung der Kunden überwacht wird, um passende Werbung einzublenden.
Das sogenannte "Behavioral Targeting" gilt unter Werbeprofis als eine der erfolgsversprechendsten Zukunftsformen der Werbung. Neben Google, das gerade gestern den Start von "Interest based Ads" bekanntgegeben hat, nutzt beispielsweise auch der Onlineverkäufer Amazon eine simple Form dieser persönlich ausgerichteten Werbeform und zeigt dem Besucher Werbung, welche durch die Auswertung der auf Amazon besuchten Seiten generiert wird.
Berners-Lee sagte, dass die meisten Menschen das Internet nutzen, ohne zu wissen, dass jemand aufzeichnen könnte, was gerade angeklickt wird: "Die Webseiten, die die Leute besuchen, offenbaren sehr viel über deren Interessen, Vorlieben und Ängste. Dies sind extrem heikle Informationen." Wenn die Nutzer wüssten, dass ihre Bewegungen im Internet aufgezeichnet und zum Beispiel einer Marketingfirma zur Verfügung stünden, würden sie die Nutzung sehr viel differenzierter sehen, so Berners-Lee weiter.
Zwar räumt der 54-jährige ein, dass der kommerzielle Druck enorm hoch sein wird, die Bewegungsdaten von Web-Surfern zu nutzen. Allerdings sollte das vorrangige Prinzip seiner Meinung nach sein, die Daten gar nicht erst zu erheben. (bt)

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