Webseiten sind out - es gibt ja YouTube

10. Juni 2009, 12:12
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BloggingToms Woche im Cyberspace LXXX

BloggingToms Woche im Cyberspace LXXX
Inzwischen kennen wir das. Jeder und jede hat eine eigene Webseite. Zumindest jede Firma. Da noch irgendwie aus der Masse hervorzutreten, ist schwierig. Die Werbeagentur BooneOakley aus dem amerikanischen Charlotte geht nun einen ganz neuen Weg und verzichtet ganz auf einen eigenen Internetauftritt. Stattdessen hat man sich beim Videohoster YouTube eingenistet und präsentiert sich mit einem interaktiven Video, das quasi als Homepage fungiert.
Ähnliche Ansätze kursieren beispielsweise mit einem Video-Adventure" bereits seit einiger Zeit. Neu an der Idee von BooneOakley ist aber, dass man offenbar ganz auf den eigenen Internetauftritt verzichtet und sich "nur" mit verlinkten Videos präsentiert. Nur: Eine eigene Seite kann man schnell mal ändern, wenn es neue Projekte, Kunden oder Dienstleistungen gibt. Bei der "Videohomepage" stell ich mir das hingegen ganz schön aufwendig vor. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass es sich bei der Idee nur um eine virale Aktion handelt, und sich die Agentur schon bald auch einen stinknormalen Webauftritt leisten wird.
Das dürften die Buchhändler nicht gerne hören. Für Arnold Schwarzenegger sind Bücher nämlich nicht nur veraltet, sondern auch schwer und teuer. Er will deshalb die Bücher an den Schulen in Kalifornien abschaffen und stattdessen durch E-Books ersetzen. Und er macht vorwärts: Bereits Ende dieses Jahres sollen die elektronischen Bücher für die Fächer Mathematik und Naturwissenschaften bereits einsatzbereit sein. Die Schüler wird's freuen. Bücherschleppen war schliesslich schon zu meiner Schulzeit ein ziemlich unbeliebtes Hobby.
Schwarzenegger hat mit seiner Idee allerdings weniger die Schüler, als vielmehr das Budget seines überschuldeten Bundesstaats Kalifornien im Visier. Ein Lehrbuch koste den Staat nämlich durchschnittlich 100 Dollar, wie er in einer Rede sagte. Allein mit der Umstellung der beiden Fächer auf E-Books könne man zwischen 300 und 400 Millionen Dollar sparen. Und bereits liebäugelt er, wen wunderts, mit der Umstellung von weiteren Fächern.
Zum Schluss noch dies: HP denkt an die moderne Frau und präsentiert)

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