WEF: Regulierung von Bitcoin und Co. gefordert

25. Januar 2018, 15:53
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Am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos sind Rufe nach einer stärkeren Überwachung von Kryptowährungen laut geworden.

Am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos sind Rufe nach einer stärkeren Überwachung von Kryptowährungen laut geworden. Dieser Forderung schlossen sich Finanzminister, prominente Vertreter der Finanzindustrie und der Internationale Währungsfonds (IWF) an.
US-Finanzminister Steven Mnuchin sagte, ihm gehe es in erster Linie darum, dass Internetwährungen wie Bitcoin nicht für unerlaubte Zwecke genutzt werden. "In den USA gelten für Anbieter und Plattformen von Kryptowährungen die gleichen Regeln wie für Banken", unterstrich er. Man müsse seine Kunden kennen und die Pflichten zur Unterbindung von Geldwäsche erfüllen.
Ziel müsse sein, dass überall in der Welt nach den gleichen Regeln mit Bitcoin & Co umgegangen werde. Teils sei das in der Gruppe der 20 grössten Industrie- und Schwellenländer (G20) schon auf den Weg gebracht.
Bitcoin ist nicht gleich Blockchain
Der IWF sieht sich nach Worten seiner Chefin Christine Lagarde in einer besonderen Verpflichtung, die mit Kryptowährungen verbundenen Risiken im Auge zu behalten. "Wir haben bereits damit begonnen, das zu beobachten", sagte sie. Lagarde verwies zugleich aber auf positive Potenziale der Blockchain-Technologie.
Auch der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, Paul Achleitner, mahnte, zwischen Kryptowährungen und den dahinter stehenden Technologien zu differenzieren. Er äusserte die Einschätzung, dass sich die Internetdevisen am Ende als ein "vorübergehendes Phänomen" erweisen werden. In die Blockchain-Technologie solle man dagegen investieren. Auch Blackrock-Chef Laurence Fink rief die Finanzbranche dazu auf, sich diese Technologien nutzbar zu machen.
May warnt vor Nutzung durch Kriminelle
Die britische Premierministerin Theresa May nannte die Kryptowährung Bitcoin ein beachtenswertes Problem. Grossbritannien und andere Länder sollten die Risiken "sehr ernsthaft" beobachten, sagte sie am Rande des WEFs gegenüber dem US-Sender 'Bloomberg TV'. Kryptowährungen könnten von Kriminellen genutzt werden weshalb sich Technologiefirmen auf ihre soziale Verantwortung besinnen müssten. (sda/kjo)

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