WEF: Vierte industrielle Revolution kostet fünf Millionen Jobs

18. Januar 2016, 12:34
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Die vierte industrielle Revolution wird in den nächsten fünf Jahren etwa fünf Millionen Jobs kosten.

Die vierte industrielle Revolution wird in den nächsten fünf Jahren etwa fünf Millionen Jobs kosten. Gemäss den Experten des Weltwirtschaftsforums (WEF) sind alle Branchen und Länder betroffen, doch einige sind für den Wandel besser aufgestellt. In Mexiko, Grossbritannien, den USA oder auch in der Türkei werden verlorenen gegangenen Jobs eher kompensiert mit der Schaffung von neuen Stellen.
Insbesondere Jobs im Zusammenhang mit Mathematik, Computer oder Ingenieurtätigkeiten haben das Potenzial für immer unterschiedlichere Bereich attraktiv zu werden. Dies wiederum komme Branchen wie Kommunikation, Information, Unterhaltung oder Medien zugute, heisst es in der heute publizierten Studie "The Future of Jobs" des WEF. Durch den nächsten technologischen Wandel und die Digitalisierung gehen weltweit mehr als sieben Millionen Jobs verloren. Doch im Zuge der Entwicklung insbesondere im Bereich der IT werden auch etwa zwei Millionen neue Jobs geschaffen.
Vor den grössten Herausforderungen stehen Brachen wie das Gesundheitswesen, die Finanzindustrie oder auch Energiesektor. Durch die Automatisierung und Digitalisierung gehen etwa Arbeitsplätze im administrativen Bereich verloren. WEF-Gründer Klaus Schwab warnt in der Mitteilung vor zunehmender Arbeitslosigkeit, wenn Mitarbeiter nicht dementsprechend weitergebildet werden. Ein Grossteil der für die Studie befragten Experten will dem Wandel denn auch mit Aus- und Weiterbildung begegnen.
Für diese Studie haben die Experten die Entwicklungen von neun grossen Branchen in 15 Ländern untersucht. Ebenfalls befragt wurde der Verband Südostasiatische Nationen (ASEAN) und der Golf-Kooperationsrat (GCC). Die Schweiz ist nicht unter den analysierten Ländern. Eines der Haupthemen des WEF, das am kommenden Mittwoch beginnt, ist die vierte industrielle Revolution. Viele der rund 250 Panels und Workshops werden sich mit dem Thema auseinandersetzten. Zu den vertretenen IT-Unternehmen gehören etwa Google, Facebook, Dell oder Hewlett-Packard Enterprise. (sda/kjo)

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