WEF warnt vor riesigen Schäden durch neue Technologien

12. Oktober 2017, 14:10
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Drohnen, autonome Autos und andere technische Neuerungen können zu milliardenteuren und nicht versicherten Risiken für die Bevölkerung führen.

Drohnen, autonome Autos und andere technische Neuerungen können zu milliardenteuren und nicht versicherten Risiken für die Bevölkerung führen. Das Weltwirtschaftsforum (WEF) startete zusammen mit etlichen Akteuren, darunter der Schweiz, am Donnerstag eine Initiative, um die Risiken einzuschätzen und die Auswirkungen minimieren zu können. Es beteiligen sich Versicherungen wie Zurich und Swiss Re, Tech-Konzerne sowie Staatsvertreter verschiedener Länder sowie die EU-Kommission.
Die Schweiz ist im Führungsgremium der Initiative. Jörg Gasser, Leiter des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen, erklärte, gegen die Cyber-Risiken sei der Datenaustausch wesentlich. In einem Bericht rufen die Initianten dazu auf, Verantwortlichkeiten festzulegen und den Datenaustausch zu fördern.
15 Billionen Dollar Schaden?
Die Kosten der Risiken der neuen Technologien, wie künstliche Intelligenz, seien unbekannt, schreibt das WEF. Versicherungskonzerne würden teilweise stark voneinander abweichende Schätzungen abliefern.
Ein Cyberangriff auf das Stromnetz im Nordosten der USA könnte einen wirtschaftlichen Schaden von bis zu 222 Milliarden Dollar verursachen, so eine Schätzung. Würde ein Software-Update für ein global verbundenes System kompromittiert, könnte dies einen Schaden von 4,5 Billionen bis 15 Billionen Dollar verursachen, so eine andere.
Ein Grossteil dieser mit Innovation verbundenen Risiken sei nicht versichert. Nutzer würden mit 80 bis 90 Prozent der Summe den grössten Teil des ungedeckten Risikos tragen, heisst es im Bericht weiter.
Daneben appelliert der Bericht an die Tech-Firmen. Sie sollen sich selbst nicht mehr nur als Innovatoren verstehen, sondern eine aktive Rolle einnehmen, wenn es um die Risikominderung geht. (kjo/sda)

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