Weichenstellung bei SBB-Informatik

1. Februar 2010, 15:27
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Mit dem neuen CIO kommt auch eine neue Strategie. Details sind aber noch nicht bekannt. Einführung von Windows 7 und Office 2010 im nächsten Jahr.

Mit dem neuen CIO kommt auch eine neue Strategie. Details sind aber noch nicht bekannt. Einführung von Windows 7 und Office 2010 im nächsten Jahr.
Nachdem seit vergangenem Freitag bekannt ist, dass Peter Kummer (Foto) der neue Informatik-Chef der SBB ist, stellt sich die Frage, wie die neue IT-Strategie der Bundesbahnen aussieht. Schliesslich hiess es in der Mitteilung der SBB vom Freitag: "2009 wurde unter seiner (Kummers, Anm. d. Red.) Leitung die IT-Strategie überarbeitet."
Bereits seit Oktober 2008 ist bekannt, dass die SBB in Sachen Informatik eine neue Richtung einschlagen will. Der damalige CIO sprach von einem Trend hin zu mehreren Providern und er stellte den Citrix-Ansatz in Frage. Die SBB will aber – wie es heute heisst – in Zukunft weiterhin auf Citrix setzen. Die SBB werde zudem weiterhin Outsourcing "mit mehreren Partnern" betreiben, heisst es auf Anfrage. Die Provider-Wahl werde laufend geprüft, um sicherzustellen, dass Leistungen marktgerecht beschafft werden.
"Wir bleiben grundsätzlich dem Ansatz treu, dass wir Commodities outsourcen. Wir sind nun aber auch in der Lage, die Wertschöpfungstiefe variabel zu gestalten und werden SBB-spezifische Leistungen zum Teil auch selber erbringen", heisst es in der Stellungnahme der SBB. Die Entscheide für Windows 7 und Office 2010 sind ebenfalls getroffen worden: Die Einführung ist für 2011 geplant.
Mehr Insourcing?
Die Informatik-Abteilung der SBB wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich durch Insourcing aufgestockt – und zwar massiv: Waren es 2005 noch 254 IT-Vollzeitstellen, sind es heute bereits 600. Die interne IT-Abteilung bleibe in der jetzigen Grösse bestehen, so die SBB gegenüber inside-it.ch. Allerdings hiess es bereits Ende 2008, dass mit der Aufstockung auf 480 Stellen "das Gros abgeschlossen" gewesen sei.
Zurzeit läuft gerade ein Insourcing-Projekt: Vor wenigen Monaten begann die SBB "aus Spargründen" mit dem Insourcing des SAP-Application-Managements. (Maurizio Minetti)

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