Weissbuch: Ausgaben für PCs sinken immer weiter

17. Juni 2015, 13:32
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Der Preiszerfall zollt seinen Tribut.

Der Preiszerfall zollt seinen Tribut.
Laut dem aktuellen Weissbuch des Branchengurus Robert Weiss sind letztes Jahr, wie wir bereits berichtet haben, in der Schweiz 3,6 Prozent mehr PCs verkauft worden als im Jahr davor. Trotzdem ist der damit erzielte Umsatz um 3,2 Prozent gesunken. Der Rückgang der durchschnittlichen Verkaufspreise zeigt sich vor allem bei den Notebooks: Obwohl laut dem Weissbuch 2014 3,8 Prozent mehr Notebooks verkauft wurden als 2013, sank der Umsatz damit um 5,3 Prozent. Bei den Desktops war der Preiszerfall weniger deutlich, aber trotzdem vorhanden: Es wurden 3,3 Prozent mehr verkauft, der Umsatz stieg aber nur um 0,2 Prozent.
Insbesondere für Händler im Privatkundensegment ist das Leben im IT-Hardwaregeschäft nicht gerade leicht. Der PC-Kuchen, den sie sich teilen müssen, wird schon seit 2010 immer kleiner. Laut dem Weissbuch sind die Ausgaben von Privathaushalten für Desktops und Laptops seit 2010 kontinuierlich gesunken, von 1,465 Milliarden Franken 2010 auf gerade noch 870 Millionen Franken im letzten Jahr – ein Rückgang um 41 Prozent in fünf Jahren.
Seit 2012 sinkt zudem der Umsatz mit Tablets fast so schnell wie er vorher gestiegen war. 2014 kauften Kosumenten noch Tablets im Wert von 237 Millionen Franken. Das sind 34 Prozent weniger als im Jahr davor und weniger als die Hälfte als im Jahr 2012. Immerhin sah es im Smartphonegeschäft letztes Jahr etwas besser aus: Der Umsatz mit Privatkunden stieg um 5 Prozent auf 800 Millionen Franken. 2013 hatte der Smartphone-Markt allerdings, nachdem er zuvor immer stark gewachsen war, mit einem Rückgang um 17 Prozent erstmals einen heftigen Rückschlag erlitten.
Insgesamt führen diese Trends dazu, dass die Ausgaben für Smartphones, Tablets und PCs in den letzten beiden Jahren insgesamt deutlich gesunken sind, von 2,49 Milliarden Franken im Jahr 2012 über 2,03 Milliarden im Jahr 2013 auf noch 1,83 Milliarden Franken 2015. (hjm)

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