Weitere Abgänge bei HPE schüren Buyout-Gerüchte

2. August 2016, 15:08
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HPE verliert seine Storage- und Cloud-Chefs. Berichten zufolge sollen Beteiligungs­gesellschaften HPE (oder Teile davon) übernehmen.

HPE verliert seine Storage- und Cloud-Chefs. Berichten zufolge sollen Beteiligungsgesellschaften HPE (oder Teile davon) übernehmen.
Nachdem Hewlett Packard Enterprise (HPE) vergangenen Monat, als Konsequenz des Verkaufs von HPE-Services an CSC. Im Zuge dessen verlassen drei HPE-Topmanager das Unternehmen.
Wie schon im Juni angekündigt, werden Chief Customer Officer John Hinshaw und CTO Martin Fink HPE verlassen. Nun folgen der Abgang von Cloud-Chef Bill Hilf, Storage-Boss Manish Goel und Robert Vrij, Sales Managing Director Americas, bekannt.
Wie verschiedene Medien am Wochenende berichteten, gibt es nun offenbar Gerüchte um einen möglichen Buyout. Laut 'The Information', von der Börse genommen werden.
Storage- und Cloud-Chefs weg
Wie der HPE-Manager in seinem Blogeintrag weiter schreibt, kommen die Helion-OpenStack- und Helion-CloudSystems-Teams zur Enterprise Group und werden Teil der neu geschaffenen Software-Defined & Cloud Group (SDCG). Die SDCG wird künftig von Ric Lewis geleitet, der seit über zehn Jahren in verschiedenen Management-Positionen bei HPE tätig ist. Bil Hilf, der bis anhin Helion Cloud als General Manager vorstand, wird deshalb das Unternehmen verlassen.
Auch in der Storage-Abteilung von HPE kommt es zu Veränderungen. Neu wird Bill Philbin diesen Geschäftsbereich leiten. Sein Vorgänger Manish Goel habe sich entschieden das Unternehmen zu verlassen.
Der dritte Top-Manager, der von HPE weggeht, ist Robert Vrij. Er hat bis anhin das Verkaufsgeschäft der Amerikas geleitet. Im Zuge der angekündigten Reorganisation, wurden die Sales-Teams für den direkten als auch den indirekten Verkauf unter einer Organisation, geleitet von Peter Ryan zusammengefasst. Unter Ryan ist neu Jim Merrit für den Sales der Region Nord Amerika zuständig.
Gerüchte um möglichen Verkauf
Dem Bericht von 'The Information' zufolge ist ein Konsortium von Beteiligungsgesellschaften an HPE interessiert. Darunter befinden sich demnach KKR, Apollo Global Management und die Carlyle Gruppe. HPE hat sich bis anhin nicht zu diesen Gerüchten geäussert. Gemäss 'The Information' könnte sich der Deal auf über 40 Milliarden Dollar belaufen. Das US-Magazin bezieht sich auf eine Person, die mit den Beteiligungsgesellschaften in Kontakt stehe. Als Grund für den Möglichen Buyout sieht der Bericht den zunehmenden Druck der Aktionäre.
'Reuters' berichtete am Freitag, dass die Private Equity Firmen "nur" an Teilen des Softwaregeschäfts interessiert seien. Dieser Deal würde sich auf sechs bis acht Milliarden Dollar belaufen, wie die Agentur mit Berufung auf einen Insider schreibt. Auch auf Anfrage von 'Reuters' hat sich HPE nicht zu den Berichten geäussert. (kjo)

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