Weitere Aufräumarbeiten im HP/Actebis-Skandal

21. Juni 2005, 16:31
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"Rechtliche Schritte gegen zwei Ex-HP-Mitarbeiter und Dritte"

"Rechtliche Schritte gegen zwei Ex-HP-Mitarbeiter und Dritte"
Die Affäre Müller zieht weitere Kreise. Im Verlauf der strafrechtlichen Untersuchungen gegen den ehemaligen Verkaufsleiter von Actebis, Armin Müller, sind nun Details ans Tageslicht gekommen, die zu rechtlichen Schritten gegen zwei ehemalige Mitarbeitende der Schweizer Niederlassung von Hewlett-Packard geführt haben.
Die zwei, es handelt sich um Key-Accounter, mussten als Resultat einer internen Untersuchung bei HP bereits im März gehen. Man glaubte damals allerdings noch, dass sie einzig gegen HP-interne Verfahrensregeln verstossen hätten. Im Rahmen des Verfahrens in Luzern sind nun aber Zahlungen und Geschenke von Actebis/Müller an die zwei ex-HP-Leute aufgetaucht.
Gemäss HP-Sprecher Beat Welte handelt es sich um "beträchtliche Summen". HP hat eine bekannte Zürcher Anwaltskanzlei beauftragt, "rechtliche Schritte" gegen die zwei Ex-Mitarbeiter von HP und Drittbeteiligte einzuleiten, wie Welte sagt. Ob dies straf- oder zivilrechtliche Schritte sein werden, konnte der HP-Sprecher noch nicht sagen.
Mit Spezialpreisen für Grosskunden herumgefummelt
Hewlett-Packard Schweiz wird von der Vergangenheit eingeholt. Es geht um den Missbrauch von Spezialpreisen für Grossprojekte. Offensichtlich hat man in der Vergangenheit bei Grossprojekten zusätzliche Maschinen zu Sonderpreisen bestellt, diese dann aber nicht den angegebenen Grosskunden geliefert, sondern über verschiedene Kanäle "verhackt".
Dies war sowohl für den involvierten Distributor, die Reseller wie auch die HP-Verkäufer durchaus lukrativ. Die HP-Leute und der Disti erreichten ihre Absatzziele und strichen die entsprechenden Boni ein, während die involvierten Reseller ihre Marge gewaltig aufbessern konnten. Den Schaden hatte vor allem HP selbst, aber auch die in den Zirkelgeschäften nicht involvierten Reseller und Distributoren. (Christoph Hugenschmidt)

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