Weiterhin sonnige Gemüter in der Schweizer ICT-Branche

4. Oktober 2021, 14:31
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Auch im 4. Quartal erwartet die Branche mehrheitlich Wachstum, wie der Swico-Index zeigt.

Der vierteljährlich publizierte Stimmungs-Index des Branchenverbands Swico zeigt, dass die Unternehmen der Schweizer ICT-Branche weiterhin mehrheitlich optimistisch sind. Für die nahe Zukunft, nämlich das 4. Quartal dieses Jahres erwarten sie Wachstum.
Im Swico-Index bedeutet ein Wert über 100, dass für das kommende Quartal Wachstum erwartet wird. Je höher der Wert, desto höher die Erwartungen. Ein Wert unter 100 bedeutet, dass die Unternehmen glauben, dass ihre Umsätze sinken werden.
Aktuell liegt der Gesamtindex, der alle Teilbereiche der Branche umfasst, bei 117,5 Punkten. Dies ist nur leicht weniger, als im 2. Quartal 2021. Damals lag er bei 120,2 Punkten. 
Unter den Teilbereichen gab es einige Verschiebungen im Vergleich zum Sommer. Neu blicken Softwareunternehmen am optimistischsten in die nahe Zukunft. Sie legen um 1,9 Punkte zu und kommen auf einen Wert von 121,2 Punkten. Aber auch das Segment IT-Services legt nochmals zu, um 2,7 Punkte, und liegt mit 118,8 Punkten nun auf Platz 2.
Knapp hinter ICT-Services liegt das Segment Consulting, das zwar 6,1 Punkte einbüsst, aber mit 116,4 immer noch recht komfortabel in der Wachstumszone liegt. IT-Technology verliert mit 12,9 Punkten am meisten, bleibt aber mit 113,9 trotzdem noch deutlich über 100.
Unverändert pessimistisch ist dagegen die Branche Imaging/Printing/Finishing (IPF): Sie verliert 2,1 Punkte und kommt auf ein Total von 88,8.
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Ein Blick in die Vergangenheit anhand der von Swico erstellten Grafik, welche den Verlauf der ermittelten Indexwerte seit 2010 darstellt, zeigt, dass sowohl der Optimismus in der ICT-Branche generell als auch der Pessimismus im Segment IPF eine lange Tradition haben. Der Gesamtindex lag eigentlich immer mehr oder minder deutlich über der 100er-Grenze. Nur das Einsetzen des Pandemie im Frühjahr 2020 versetzte der Stimmung einige Monate lang einen groben Dämpfer.
Im Segment IPF hingegen erwarteten die Unternehmen zuletzt zwischen Mitte 2010 und Mitte 2011 mehrheitlich ein Wachstum, ansonsten herrschte immer Pessimismus.

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