Welche Daten wandern in die Cloud...

27. Juni 2018, 15:04
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...und welche bleiben im eigenen RZ? Interxion hat Schweizer Unternehmen zu ihrer Cloud-Strategie befragt.

...und welche bleiben im eigenen RZ? Interxion hat Schweizer Unternehmen zu ihrer Cloud-Strategie befragt.
Eine Multi-Cloud ist bereits heute für viele Realität, 2020 werden Multi-Cloud-Konzepte die Norm darstellen. Dies ein Fazit der Interxion-Studie "Cloud Trends 2020: Wo wohnen die Daten?", für die 120 IT-Entscheider von Schweizer Grossunternehmen befragt wurden.
47,7 Prozent der befragten IT-Entscheider beziehen ihre Anwendungen aktuell aus der Private Cloud im eigenen RZ. Ein gutes Drittel der Befragten setzt auf Public-Cloud-Lösungen von lokalen Anbietern und Hyperscalern und zwölf Prozent setzen auf Private Clouds in outgesourcten Rechenzentren, also Hosting- und Colocation-Modelle, so die aktuelle Situation in der Schweiz.
Dieses Bild werde sich in den nächsten Jahren dramatisch wandeln, schreibt Interxion, denn bis 2020 werden die Daten zu grossen Teilen Richtung Public Cloud wandern. Mehr als die Hälfte der IT-Entscheider will bis dahin ihre Daten in die Public Cloud auslagern. Der Anteil von Colocation wächst von zwölf auf 17 Prozent, so die weiteren Ergebnisse.
Trends hängen von der Art der Anwendung ab
Der On-Premise-Anteil sinkt von aktuell 47,7 Prozent auf 26,3 Prozent im Jahr 2020 und in einigen Feldern werde das eigene RZ faktisch keine Rolle mehr spielen. Bei Anwendungen im Bereich Development/Testing liegt der On-Prem-Anteil bereits jetzt bei nur rund 16 Prozent. Und bis 2020 soll er unter sieben Prozent fallen. Der Public-Cloud-Anteil klettert im selben Zeitraum auf 85 Prozent – der höchste Wert der ganzen Studie.
Obwohl sich auch hier ein Trend in die Cloud abzeichnet, bleiben Daten, die geschäftsrelevant sind, nicht skalieren müssen und bei denen Sicherheit und direkter Zugriff von hohem Wert sind, tendenziell nahe am Unternehmen. Interxion nennt die Bereiche ERP, CRM, Storage und Supply Chain Management. Beispielsweise im Bereich ERP liegt der Public-Cloud-Anteil derzeit bei 12,5 Prozent. Er wird laut Befragung auf knapp 40 Prozent im Jahr 2020 anwachsen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei CRM-Systemen. Hier wächst der Public-Cloud-Anteil von 22,5 auf 35 Prozent und der Colocation-Anteil von 12,5 auf 23,3 Prozent.
Bei Daten, bei denen ein flexibler Zugang, eine gesicherte Performance oder der Austausch mit Partnern und Dienstleistern wichtig ist, ist der Cloud-Anteil höher. Hier seien Anwendungen in den Bereichen HR, Marketing Automation und Backup genannt. Bei HR-Applikationen beispielsweise liegt der Public-Cloud-Anteil schon jetzt bei über 40 Prozent und wird auf gut 60 Prozent anwachsen.
Für die von Interxion in Auftrag gegebene Studie wurden 1730 Personen aus acht europäischen Ländern von Research in Action befragt, darunter 120 aus der Schweiz. Sie alle waren IT-Entscheider in Unternehmen ab 250 Millionen Schweizer Franken Jahresumsatz. Die vollständige Studie gibt es online. (kjo)

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