Wen der "Windows-10-Update-Zwang" trifft...

16. Juli 2015 um 10:24
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... und andere Informationen zu den praktischen Aspekten eines Windows-10-Upgrades.

... und andere Informationen zu den praktischen Aspekten eines Windows-10-Upgrades.
In dreizehn Tagen, am 29. Juli, wird Windows 10 verfügbar. Vor allem viele User, die mit Windows 8/8.1 nicht so recht zufrieden sind, dürften planen, schnell die Möglichkeit zum kostenlosen Upgrade zu ergreifen. Microsoft hat nun ein ausführliches "Frequently asked Questions" mit Praxis-Informationen für Upgrade-willige veröffentlicht.
Unter anderem wird darin erklärt, dass Microsoft eine Änderung der bisherigen Update-Strategie vornimmt und einen "Update-Zwang" einführt. Für User der Windows-10-Home-Edition wird das Einspielen von Security-Patches, neuen Features und Fixes obligatorisch. Die Updates laufen automatisiert, und User können weder wählen ob noch wann ein Update eingespielt wird. Immerhin werden die Updates laut Microsoft keinen automatischen Restart erzwingen.
Für die Versionen Pro, Enterprise und Education gilt dies nicht, hier kann man weiterhin wählen ob und wann ein Update angewendet wird - in gewissen Grenzen. Auch für diese Versionen gilt nämlich laut dem FAQ, dass Updates nicht mehr unendlich hinausgezögert werden können. Zumindest für die Enterprise-Version soll es aber die Option geben, nur Security-Fixes zu akzeptieren.
Wohlgemerkt: Hier geht es nicht um einen Upgrade-Zwang auf Windows 10, sondern um die Updates die in Zukunft folgen werden. Der Upgrade ist fakultativ. Wer ihn will, kann ihn unter dem entsprechenden Icon in der Taskbar, das man seit einiger Zeit in Win 7 oder 8 sieht, reservieren.
Kostenloses Windows 10 für XP- Vista- und Linux-User
Offiziell sind nur Windows-7 und Windows-8-PCs für den kostenlosen Upgrade berechtigt. In den FAQs verweist aber sogar Microsoft selbst auf einen Weg, wie man auch als XP- oder Vista- und sogar Linux.-User kostenlos zu einem legitimen Gratis-Windows-10 kommen kann. Dieser Weg ist zwar etwas mühsamer als ein normaler Upgrade - man muss vor dem 29. Juli eine Preview-Version herunterladen und installieren - aber gangbar. Wie es geht, beschreibt Microsoft hier.
Vermischtes
Die FAQ-Seite enthält auch viele weitere Informationen für Win-10-Upgrader. Hier noch einige Auszüge. Wer zum Beispiel seinen PC mit Windows 10 am liebsten gleich komplett neu aufsetzen will, kann dies auch mit dem kostenlosen Upgarde tun. Allerdings sind zwei Schritte erforderlich. Erst wenn der normale Upgrade abgeschlossen ist, kann man danach eine volle Neuinstallation starten.
Entgegen manchen Informationen im Internet scheint es für alle Windows-10-Versionen Möglichkeiten zu geben, zum alten Betriebssystem zurückzukehren, wenn man nicht zufrieden ist. Beschrieben wird dies hier.
Wer auf seinem PC eine Dual-Boot-Möglichkeit mit zwei Windows-Versionen eingerichtet hat, kann eine der Partitionen auf Win 10 upgraden. Die andere Partition wird laut Microsoft nicht beeinträchtigt. Wenn man aber neu Dual Boot einrichten und Windows 10 gesondert installieren will, muss man eine volle Lizenz kaufen.
Auch Windows 10 unterstützt noch Windows Server 2003-Domains.
Die meisten vorhandenen Programme und Treiber sollten laut Microsoft auch mit Windows 10 weiter funktionieren. Bei Office wird dies ab der Version 2007 der Fall sein. Eine Ausnahme sind Antivirenprogramme: Diese werden laut Microsoft sehr wahrscheinlich den Dienst verweigern, wenn man noch keine Version installiert hat, die Windows 10 unterstützt.
Der Upgrade erfordert laut Microsoft rund 10 Gigabyte freien Speicherplatz, wobei zwischendurch während der Installation auch etwas mehr erforderlich sein kann. Dies dürfte vor allem für manche Tablets ein Problem sein. Gemäss Microsoft gibt es immerhin die Möglichkeit zu einer komprimierten Installation, die mit etwas weniger, nämlich 8,5 Gigabyte freiem Speicherplatz auskommt. (hjm)

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