Wenig Innovation im Mobile Banking

23. Juli 2014, 14:08
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Schweizer Banking Apps haben viel Verbesserungspotenzial.

Schweizer Banking Apps haben viel Verbesserungspotenzial.
Erst seit rund einem halben Jahrzehnt gibt es überhaupt einen Markt für Smartphone-Apps. Banking-Apps sind noch jünger. In der Schweiz setzen nun aber vermehrt Banken auf Apps, die auch das Zahlen von unterwegs erlauben. Allerdings gibt es noch viel Luft nach oben, wie eine Untersuchung des Personal-Finance-Management-Spezialisten Qontis zeigt.
Für die heute vorgestellte Studie wurden zehn Schweizer Bankenapps untersucht und nach Funktionalität und Innovationskraft bewertet. Das Fazit: Gerade im Vergleich mit ausländischen Banken hinken die Schweizer Bankenapps im Funktionsumfang und bezüglich Innovation den Trends im Ausland hinterher. Die UBS belegt mit 44 von 100 möglichen Punkten den Spitzenplatz in der Studie, danach folgen PostFinance und ZKB.
Die Schweizer Banken konzentrieren sich laut der Studie bei ihren Apps besonders auf Informationsvermittlung und Transaktionen. Bereiche wie "Interaktion & Beratung" sowie "Zusatzdienste" spielen kaum eine Rolle. Nils Reimelt, CMO von Qontis, warnt die Banken: "Bankkunden werden immer mehr Zeit mit Apps auf ihrem Smartphone oder Tablets verbringen. Dort wo Banken die begrenzte Funktionalität nicht erweitern, springen kleine innovative Firmen ein, die mit mehr Nutzerfreundlichkeit und Service-Innovationen das Thema besetzen. Bereits heute gibt es in der Schweiz diverse Finanz-Start-Ups, die sich in diesem Bereich bewegen."
Doch wie das Beispiel der UBS zeigt, die eine Partnerschaft mit dem deutschen Startup SumUp eingegangen ist, sind Banken durchaus bereit, mit innovativen Partnern zu kooperieren. "Digital Natives nutzen schon heute ihr Mobiltelefon als bevorzugtes Kommunikationsmittel – auch im Kontakt mit ihrer Bank. Jene Banken, die es verpassen, ihre Kunden über diesen Kanal zu bedienen, laufen in die Gefahr, Kunden zu verlieren", so Reimelt. (mim)

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