Weniger Ausländer bei Swisscom?

8. September 2014, 08:38
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Bundesrätin Doris Leuthard fordert nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative mehr Engagement aus der Wirtschaft.

Bundesrätin Doris Leuthard fordert nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative mehr Engagement aus der Wirtschaft. Am CVP-Parteitag im luzernischen Sempach sagte sie: "Ich sehe immer noch keine Massnahmen zur Drosselung der Zuwanderung, die zeigen, dass die Wirtschaft den Volksentscheid vom 9. Februar ernst nimmt." Unternehmer sollen zuerst das inländische Potenzial ausschöpfen, ehe sie sich im Ausland nach Fachkräften umsehen
Die 'Aargauer Zeitung' hat nun bei den Staatsbetrieben nachgefragt, was sie davon halten. Der Tenor bei SBB, Post und Swisscom lautet, die Nationalität sei weniger wichtig als die Qualifikation.
Swisscom hat im Vergleich mit den anderen beiden Betrieben den höchsten Ausländeranteil: 17,2 Prozent verglichen mit 15 Prozent bei der Post und 13,7 Prozent bei der SBB. Der Anteil ist aber tiefer als in der Gesamtbevölkerung (ca. 23%). Sprecher Olaf Schulze stellt klar, dass angesichts des Fachkräftemangels in der ICT-Branche Swisscom weiterhin auf Ausländer angewiesen ist: "Wir werden auch in Zukunft Fachkräfte aus dem Ausland rekrutieren müssen, insbesondere bei Stellenprofilen, die in der Schweiz nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen." Der von Leuthard geforderte freiwillige Verzicht scheint also am beschränkten inländischen Fachkräfteangebot zu scheitern. (mim)

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