Weniger Schub für den Schweizer ICT-Markt

17. Oktober 2014, 15:32
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MSM stutzt Wachstumsprognose für das laufende Jahr. Doch es gibt auch Positives zu vermelden.

MSM stutzt Wachstumsprognose für das laufende Jahr. Doch es gibt auch Positives zu vermelden.
MSM Research in Schaffhausen geht von einer langsameren Entwicklung im Schweizer ICT-Markt aus. Die Wachstumsaussichten seien zwar noch intakt, allerdings habe "der Schub etwas nachgelassen", so der Marktforscher. Die Wachstumsprognose für das laufende Jahr wurde von 2,0 auf 1,9 Prozent gesenkt. Zunehmende Zweifel am anhaltenden Wachstum im Euroraum, die jüngsten Entwicklungen in Osteuropa und im Nahen Osten seien gewichtige Beispiele für die Verunsicherungsfaktoren in Bezug auf Investitionen in Schweizer Unternehmen.
Wie die Schweizer Konjunktur verliert also auch der ICT-Sektor etwas an Rückenwind. MSM spricht von spürbarer Zurückhaltung und steigendem Spardruck der Unternehmen. So gehen 38 Prozent der von MSM kürzlich befragten Unternehmen davon aus, dass ihre ICT-Budgets in den kommenden zwölf Monaten weiter gekürzt werden. Im Gegensatz dazu rechnen 53 Prozent der Unternehmen mit keinen grossen Veränderungen, was ihre geplanten Budgets und ICT-Projekte betrifft.
Immerhin rechnet MSM für dieses Jahr mit einem höheren prozentualen Zuwachs an ICT-Ausgaben im Vergleich zu den 1,2 Prozent vom letzten Jahr. Insgesamt planen die Unternehmen im laufenden Jahr knapp 16,7 Milliarden Franken für ihre ICT auszugeben, dies sind 1,9 Prozent oder rund 310 Millionen Franken mehr als im Vorjahr.
Getrieben wird das Wachstum vom Outsourcing-Markt, der um 6,2 Prozent zulegen soll. Dieser habe heute eine Masse erreicht, deren Wechselwirkung mit der Gesamtmarktentwicklung deutlich messbar geworden sei, so MSM. In den anderen Teilmärkten ist das Bild durchzogen. Während die Hardware-Ausgaben mit 1,6 Prozent im Minusbereich verharren, werden etwa Dienstleistungen wie Implementierung und Integration um 3,7 Prozent oder die Ausgaben für Security um 3,8 Prozent zulegen. (mim)

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