Wer braucht schon IT-Governance?

17. November 2006, 08:46
  • rechenzentrum
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Vielleicht Sie: Cambridge Technology Partners gründet IT Governance-Abteilung und nennt einige der Symptome, die ein Unternehmen dazu bringen sollten, den "Governance-Arzt" aufzusuchen.

Vielleicht Sie: Cambridge Technology Partners gründet IT Governance-Abteilung und nennt einige der Symptome, die ein Unternehmen dazu bringen sollten, den "Governance-Arzt" aufzusuchen.
Cambridge Technology Partners möchte sein Geschäftsfeld etwas stärker in Richtung Business Consulting ausbauen, und wird seinen Kunden in Zukunft eine "IT-Governance-Lösung" anbieten. Das Consulting-Angebot basiert auf einer fixen Methodologie, die gemäss CTP aus der eigenen Erfahrung im Projektmanagement abgeleitet wurde und auf Techniken und Tools der Unternehmensarchitektur (Enterprise Architecture Framework) beruht. CTP will seine Governance-Services spezifisch in den Bereichen Portfolio-Management, Enterprise (IT-)Architecture, Service Delivery und Service Support anbieten.
Zuständig für den Bereich IT Governance ist Alain Giannatasio (Bild), der in diesem Sommer aus der IT-Abteilung von Givaudan zu CTP wechselte.
Wir haben Kopfweh, aber warum?
Bei IT Governance geht es, allgemein gesagt, um das vielbeschworene "Alignment" von Business-Strategie und IT-Investitionen eines Unternehmens. IT-Service-Management-Projekte, zum Beispiel ITIL-Projekte, könnte man als einen Teilbereich der IT-Governance bezeichnen, die aber insgesamt viel mehr umfasst, und ihrerseits wiederum ein Teil der umfassenden Governance in einem Unternhmen ist.
Angestossen werden sollten Governance-Projekte gemäss CTP eigentlich von der Business-Seite eines Unternehmens her – auch wenn die Initiative in der heutigen Realität meist noch aus den IT-Abteilungen kommt.
Interessant sind die Symptome, die gemäss CTP ein Unternehmen darauf hinweisen sollten, dass ein IT-Governance-Projekt angebracht wäre. Zu den Warnsignalen gehört es zum Beispiel, wenn die Teile der IT-Ausgaben plötzlich nicht mehr in den IT-Abteilungen anfallen sondern in andere Abteilungen "abwandern", weil die IT deren Ansprüche nicht erfüllen kann. Zu den weiteren Symptomen gehören auch unkoordinierte Anträge von der Business-Seite, die auf die IT-Abteilungen einprasseln, eine "fragmentierte" Strategie bei der Beschaffung von IT Services, mangelnde Strategie und Koordination beim Management von Applikations- und Projektportfolios sowie eine unnötig komplexe technologische Landschaft. Diese "Pains" so Giannatasio, gilt es am Anfang eines Governance-Projektes so genau wie möglich zu identifizieren, bevor das eigentliche Projekt beginnt. (Hans

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