Wer hat Angst vor Windows 8?

21. August 2013, 13:00
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Die deutsche Regierung. Das Microsoft-Betriebssystem sei ein Sicherheitsrisiko, sagen Experten.

Die deutsche Regierung. Das Microsoft-Betriebssystem sei ein Sicherheitsrisiko, sagen Experten.
Wie vertrauenswürdig ist Microsoft? Diese Frage haben sich IT-Experten aus deutschen Behörden gestellt und sind darauf gekommen, dass Windows 8 geradezu gefährlich sei, schreibt heute die grosse deutsche Zeitung 'Die Zeit'. Das Betriebssystem enthalte eine Hintertür, das sogenannte Trusted Computing, die nicht verschlossen werden kann.
Laut Wikipedia bedeutet Trusted Computing (TC), dass der Betreiber eines PC-Systems (in diesem Fall Microsoft) die Kontrolle über die verwendete Hard- und Software an dritte abgeben kann. Um das zu erreichen, braucht es erstens einen speziellen Chip, der Trusted Platform Module (TPM) genannt wird, und zweitens ein darauf abgestimmtes Betriebssystem. Zusammen regeln sie unter anderem, welche Software der Nutzer auf einem Computer installieren darf und welche nicht, schreibt die Zeitung. Damit könne Microsoft beispielsweise theoretisch bestimmen, dass keine anderen Textverabreitungsprogramme als Word unter Windows 8 funktionieren. Die Grundidee dabei ist, wie so oft, die Sicherheit.
Und das als Hintertür für die NSA? Laut einem Krypografie-Experten von der Beuth Hochschule für Technik in Berlin Rüdiger Weis sei das sehr gut möglich, sagt er gegenüber der 'Zeit'. Auf mindestens drei Ebenen seien die neuen Trusted-Computing-Systeme angreifbar, und man müsse davon ausgehen, dass der US-Geheimdienst die entsprechenden Geräte problemlos kompromittieren könnte. (lvb)

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