Wer kauft noch Hardware?

7. Juli 2009, 14:52
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Die weltweiten IT-Ausgaben werden dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent sinken, meint Gartner. Vor allem die Ausgaben für Hardware stürzen 2009 ins Bodenlose und werden nächstes Jahr stagnieren.

Die weltweiten IT-Ausgaben werden dieses Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent sinken, meint Gartner. Vor allem die Ausgaben für Hardware stürzen 2009 ins Bodenlose und werden nächstes Jahr stagnieren.
Laut einer Prognose des IT-Marktforschers Gartner werden die globalen IT-Ausgaben im laufenden Jahr verglichen mit dem Vorjahr um 6 Prozent auf 3,15 Billionen Dollar sinken. 2008 wuchsen die Ausgaben noch um 6,2 Prozent. Im März dieses Jahres hatte Gartner noch einen Rückgang der weltweiten IT-Ausgaben für 2009 um lediglich 3,8 Prozent prognostiziert. Erst vor wenigen Tagen hatte der Marktforscher Forrester prophezeit, dass die weltweiten Ausgaben für Informationstechnologie um 10,6 Prozent sinken werden.
Rückgang in allen Bereichen
Bemerkenswert an der neuen Gartner-Prognose ist, dass es in allen vier grossen Segmenten (Hardware, Software, Services, Telekommunikation) einen Rückgang geben soll – das gab es selbst in der New-Economy-Krise 2001 nicht. Gartner erwartet wie Forrester, dass der Hardware-Sektor am meisten und der Software-Sektor am wenigsten leiden wird.
Die Ausgaben für Hardware sollen im laufenden Jahr 317,8 Milliarden Dollar betragen und somit im Vergleich zum Vorjahr um 16,3 Prozent sinken. Die IT-Service-Ausgaben werden um 5,6 Prozent auf 761 Milliarden Dollar sinken, so Gartner. Im Bereich Telekom erwartet der Marktforscher einen Rückgang der Ausgaben um 4,6 Prozent auf 1,85 Billionen Dollar. Bei der Software wird ein Minus von lediglich 1,6 Prozent auf 218,3 Milliarden Dollar prognostiziert.
Für 2010 geht Gartner von einem Wachstum der weltweiten IT-Ausgaben um 2,3 Prozent auf 3,23 Billionen Dollar aus. Dabei sollen die Ausgaben für Hardware im Vergleich zu 2009 stagnieren, während in den anderen drei Bereichen ein Wachstum von 2,3 bis 3,2 Prozent erwartet wird. (Maurizio Minetti)

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