Wer möchte "intelligente" Apps bauen?

27. Februar 2014 um 15:24
  • technologien
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IBM investiert gegenwärtig einiges an Geld, um Entwickler dazu zu bringen, Anwendungen - insbesondere mobile Apps - zu entwickeln, welche die kognitiven Fähigkeiten seiner "Watson"-Plattform einbinden.

IBM investiert gegenwärtig einiges an Geld, um Entwickler dazu zu bringen, Anwendungen - insbesondere mobile Apps - zu entwickeln, welche die kognitiven Fähigkeiten seiner "Watson"-Plattform einbinden. Vor einigen Wochen hat IBM bereits angekündigt, 100 Millionen Dollar als Risikokapital für solche Entwickler zu reservieren. Nun hat Big Blue auch noch einen zusätzlichen Entwicklerwettbewerb gestartet. Teams sollen Ideen für Watson-Apps einreichen Ende Mai werden die drei Teams mit den besten Ideen gewählt. Diese erhalten kostenlosen Zugang zu Watson sowie Mentoren, die ihnen helfen sollen, ihre App zu entwickeln. Den finanziellen Schnauf, um einen Prototypen auf die Beine zu stellen, sollten sie aber selbst haben, wie IBM einschränkt.
Watson ist für IBM einer der Hoffnungsträger für zukünftige Umsätze. Kürzlich hat der IT-Riese eine neue Abteilung gegründet, die sich spezifisch um die Vermarktung von Watson kümmert. Watson wird zudem nun als Service angeboten, für den Anwender keine eigene Infrastruktur benötigen. Dies sollte die Zahl der potentiellen Kunden erhöhen. Durch den Einbezug von möglichst vielen weiteren Entwicklern soll Watson nun auch zur Basis eines ganzen "Ökosystems" von Apps mit kognitiven Fähigkeiten werden.
Watson ist eigentlich eine Big-Data-Analyseplattform. Von der Konkurrenz soll sich das System aber durch seine kognitiven Fähigkeiten beziehungsweise seine "Intelligenz" abheben. Das System soll nicht nur riesige Datenmengen schnell durchforsten sondern auch Fragen, die in normaler Sprache gestellt werden, verstehen und interpretieren. Aufgrund der Userreaktionen soll Watson dann wiederum Rückschlüsse ziehen, neue Verbindungen entdecken und lernen können. Eine App, die darauf aufsetzt und Fragen an Watson weiterleitet, könnte also davon profitieren und selbst "intelligent" werden. Die grosse Schwierigkeit dürfte es aber sein, zündende Ideen für Apps zu finden, die solche Fähigkeiten ausnützen und ein reales Userbedürfnis treffen. (hjm)

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