Wer schreibt eigentlich den Linux-Code?

21. August 2009, 09:55
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240 Firmen und viele viele Einzelpersonen haben zum neuesten Kern des Open-Source-Betriebssystems Linux beigetragen.

240 Firmen und viele viele Einzelpersonen haben zum neuesten Kern des Open-Source-Betriebssystems Linux beigetragen.
Die 'Linux Foundation', ein Zusammenschluss von Firmen, die die Entwicklung des Betriebssystems fördern wollen, veröffentlichte diese Woche eine genaue Übersicht über die Beiträge zum Kern ("Kernel") von Linux. Einige Erkenntnisse aus dem Bericht finden wir interessant.
So wächst der Umfang des Linux-Codes rasant. Bestand der Kern des Programms in der Version 2.6.11 (März 2005) noch aus gut 6,5 Millonen Zeilen Code, so umfasste Version 2.6.30 schon 11,5 Millionen Zeilen. Bei der Erarbeitung des Kernels wurden zwischen der letzten und der vorletzten Version täglich 13'000 Zeilen Code hinzugefügt, 5000 Zeilen wurden gelöscht und 2'800 verändert. An der letzten Version mitgearbeitet haben 1'150 EntwicklerInnen aus 240 Firmen. Ungefähr ein Drittel der Leute, die an Linux mitarbeiten, tragen jeweils nur einen Patch bei, während die Top-30 der ProgrammierInnen zusammen einen Viertel aller Ergänzungen und Zusätze schreiben.
18 Prozent der Beiträge zum jüngsten Linux-Kernel kommen von EntwicklerInnen, die keine Firma angeben, also sehr wahrscheinlich in ihrer Freizeit und gratis am Betriebssystem mitarbeiten. Die meisten anderen (es gibt noch eine Kategorie "unknown") arbeiten beruflich und wohl auch bezahlt mit. Am meisten Beiträge hat Red Hat, gefolgt von IBM, Novell, Intel und Oracle geliefert. (hc)

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