Wer sich für Sunrise interessiert, soll sich melden

18. Juni 2018, 12:28
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Der deutsche Konzern Freenet, der nicht ganz 25 Prozent der Sunrise-Aktien hält, sei offen für einen Verkauf.

Der deutsche Konzern Freenet, der nicht ganz 25 Prozent der Sunrise-Aktien hält, sei offen für einen Verkauf.
Erst vor gut zwei Jahren stieg der deutsche Telekommunikationsdienstleister Freenet bei Sunrise ein, nun wird wieder von einem Verkauf der Anteile gesprochen. "Wir sind opportunistisch. Wenn jemand an Sunrise Interesse hat, muss er mit uns reden", sagte Freenet-Finanzvorstand Joachim Preisig im Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'Reuters'. Derzeit hält der deutsche Konzern knapp 24,6 Prozent an Sunrise und ist damit der grösste Einzelaktionär des schweizerischen Telcos.
Experten erwarten eine Konsolidierung am Schweizer Telco-Markt. Im Fokus stehen dabei die drei Anbieter hinter dem Marktführer Swisscom: Sunrise und Salt, die je über ein eigenes Mobilfunknetz verfügen, sowie der Kabelnetzbetreiber UPC. Unter unmittelbarem Zugzwang ist nach Einschätzung von Brancheninsidern allerdings keiner der Anbieter. Als ein mögliches Szenario gilt ein Zusammenschluss von UPC und Sunrise.
Auch für Freenet war die früher oder später erwartete Konsolidierung in der Schweiz Grund für den Einstieg bei Sunrise. "Sunrise ist eine finanzielle Beteiligung, mit Hilfe derer wir uns unabhängiger vom deutschen Markt machen wollten", sagte Preisig. "Irgendwo im Hinterkopf spielte auch eine Rolle, dass es möglicherweise im Schweizer Markt zu einer Konsolidierung kommen könnte. Wir wollen am Ende des Tages den Gewinn für unsere Investoren maximieren." Für Freenet gebe es drei Möglichkeiten: "Wir bleiben drin, wir verkaufen oder wir legen zu", sagte Preisig.
Einfluss auf mögliche Übernahmen oder Zusammenschlüsse in der Schweiz könnte auch die Konsolidierung im übrigen europäischen Markt haben: Vodafone will für 18,4 Milliarden Euro einen Grossteil des Europa-Geschäfts der UPC-Mutter Liberty Global kaufen. Das UPC-Geschäft in der Schweiz würde damit praktisch "übrig" bleiben. Das Österreich-Geschäft verkauft Liberty Global an die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile. (sda/kjo)

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