Wer sind die wichtigsten Big-Data-Player in der Schweiz?

10. November 2014 um 11:05
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Einheimische Unternehmen scheinen noch etwas Nachholbedarf zu haben.

Einheimische Unternehmen scheinen noch etwas Nachholbedarf zu haben.
Die Experton Group hat eine auf die Schweiz zugeschnittene Version ihres "Big Data Vendor Benchmark 2015" herausgegeben. Darin versucht das deutsche IT-Marktforschungs- und -Beratungsunternehmen eine unabhängige Analyse des Marktes für Produkte und Dienstleistungen für Big-Data-Projekte in der Schweiz. Knapp 100 Anbieter wurden nach verschiedenen Kriterien bewertet und in Quadranten eingeteilt, die den bekannten "magischen Quadranten" des Marktforschers Gartner ähneln.
Der Schweizer Gesamtmarkt für Big-Data-Produkte und Services, so schätzt die Experton Group, wird im kommenden Jahr ein Volumen von knapp 200 Millionen Franken haben. Danach soll der Markt im Schnitt jährlich um 26 Prozent wachsen und 2019 ein Volumen von rund 450 Millionen Franken erreichen. Laut Experton werden Services im Big-Data-Geschäft besonders relevant und ihr Umsatzanteil daher besonders hoch sein. Gegenwärtig seien dabei vor allem Schulungen, Workshops und (Implementierungs-)Support besonders wichtig.
Experton hat die Anbieterquadranten für elf verschiedene Kategorien erstellt, von Hardware über Datenbanken bis zu Consulting. Für diesen Artikel haben wir uns zwei dieser Kategorien näher angeschaut, die Consultans und die Datenbankanbieter.
Die Quadranten basieren auf den beiden Achsen "Portfolio-Attraktivität" und "Wettbewerbsstärke", in die laut Experton je 50 verschiedene Einzelkriterien eingeflossen sind. Da es hierzulande keine grossen Infrastrukturhersteller gibt, müssen Schweizer Anbieter naturgemäss vor allem auf einen Platz im Quadranten für Big-Data-Consultants hoffen. In diesen Quadranten haben es vier einheimische Unternehmen geschafft, die sich alle im Viertel der "Followers" wiederfinden: Elca, Trivadis, YMC und Nektoon. Im Viertel der "Leader" haben sich SAS, Atos und die Software AG platziert. Alle drei sieht Experton für die Schweiz sowohl bezüglich Portfolio-Attraktivität als auch Wettbewerbstärke vor allen anderen Konkurrenten.
Immerhin, ein "Follower" zu sein bedeutet, dass man noch Luft nach oben hat. Gemäss Experton ist die Tiefe und Breite des Angebots dieser Anbieter "ausbaufähig" und die Marktbearbeitung weist Verbesserungspotential auf. Zum "Rising Star", laut den Studienautoren ein "Follower", dessen technisches Angebot besonders attraktiv ist oder der ein besonders Engagement rund um das Thema Big Data in der Schweiz gezeigt hat, hat Experton den deutschen BI-Spezialisten Arcplan erkürt.
Wenn man von Datenbanken im Bereich Big Data spricht, ist viel von NoSQL-DBs und anderen Alternativen zu klassischen SQL-Datenbanken die Rede. Laut Experton sind diese neuen Datenbank-Typen allerdings nicht universell anwendbar, und SQL spielt immer noch eine Rolle. Die Portfolio-Attraktivität hat aber unter den Datenbankanbietern für keine grosse Streuung gesorgt, nur Suse und Red Hat scheinen nach Ansicht von Experton etwas deutlicher zurückzuliegen. Der Leaderquadrant wird, aufgrund ihrer Wettbewerbstärke, hauptsächlich von IT-Riesen wie IBM, SAP, Microsoft, Oracle oder HP besetzt. Dank guter Bewertungen in Sachen Portfolio-Attraktivität schaffen es kleinere Anbieter wie MapR, Hortonworks, Cloudera oder MariaDB in das Viertel der "Product Challenger". Als "Rising Star" hat Experton Splunk gewählt, aufgrund seiner "interessanten Technik" und einer "engagierten Roadmap" für die Schweiz. (hjm)

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