Werden Computerleiterplatten optisch?

7. Februar 2013, 09:55
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Wissenschaftler von Dow Corning und IBM haben nach eigenen Angaben einen Durchbruch bei der Herstellung eines neuen Materials erzielt, das den Einsatz von optischen Leiterplatten in Computern ermöglichen könnte.

Wissenschaftler von Dow Corning und IBM haben nach eigenen Angaben einen Durchbruch bei der Herstellung eines neuen Materials erzielt, das den Einsatz von optischen Leiterplatten in Computern ermöglichen könnte. Die Verwendung von optischen statt elektrischen Signalen zur Kommunikation zwischen einzelnen Computerkomponenten könnte wesentlich höhere Bandbreiten bei geringerem Energieverbrauch ermöglichen. Dies könnte unter anderem den Bau von Supercomputern mit Leistungen im Exaflop-Bereich erleichtern.
Gegenwärtig geht es dabei der Industrie vor allem darum, entsprechende Kommunikationskomponenten zu entwickeln, die einerseits billig herzustellen wären und sich gleichzeitig in die bestehende Silizium-Technologie integrieren lassen, um den Übergang zu erleichtern.
Weltweit forschen auch diverse andere Teams an entsprechenden Technologien. Kürzlich hat beispielsweise Intel einen Durchbruch bei seiner "Silizium-Photonik"-Technologie gemeldet.
Dow Corning und IBM Research haben ein Silizium-basiertes, biegbares Polymer-Material entwickelt, mit dem sich Lichtleiterbahnen in klassische Leiterplatten integrieren lassen sollen. Eine Voraussetzung dafür ist unter anderem, dass sich die Leiterfasern deutlich stärker biegen lassen müssen als herkömmliche Glasfasern, ohne dass sich das Signal zu stark abschwächt. Die aus dem neuen Material produzierten Fasern können gemäss IBM auf einen bis zu einen Millimeter kleinen Radius gebogen werden. Gleichzeitig seien sie stabil genug, um auch hohe Temperaturen (bis 85 Grad) sowie hohe Feuchtigkeit auszuhalten. (hjm)

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