Werden Cyberrisiken wegen anderen Gefahren unterschätzt?

12. Januar 2022, 12:52
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Der neuste Risk Report des WEF zeigt, dass viele Business-Leader Cyberrisiken zwar als grosse Gefahr einschätzen, aber nur kurz bis mittelfristig.

Laut dem aktuellen "Global Risks Report", den das World Economic Forum (WEF) jährlich herausgibt, benennen Experten und Business Leader weltweit gegenwärtig am häufigsten umweltbedingte sowie soziale Krisen, als die grössten Bedrohungen für die Weltwirtschaft. Wobei die sozialen Krisen wie ein Verlust des Zusammenhalts in der Gesellschaft, Menschen, die ihre Lebensgrundlage verlieren, oder die Zunahme der psychischen Erkrankungen stark im Zusammenhang einerseits mit der Covid-Pandemie und anderes seit mit versäumtem Klimaschutz und anderen Umweltsünden zusammenhängen.
Der Report beruht auf Einschätzungen von rund 1000 Experten und Business Leadern, die dafür befragt wurden.
Für die kommenden 2 Jahre zählten diese am häufigsten Wetter-Katastrophen (31,1%), Einkommensverluste (30,4%), versäumte Klimaschutzmassnahmen (27,5%) und den Verlust des Zusammenhalts in der Gesellschaft (27,5%) zu den grössten Gefahren, welche uns bedrohen. Knapp dahinter folgen noch Infektionskrankheiten (26,4%), psychische Störungen (26,1%) und mit etwas Abstand auf dem 7. Platz Cybervorfälle.
Für die folgenden 3 Jahre werden vor allem Klimaschäden noch etwas häufiger als grösste Gefahren benannt, während die sozialen Risiken und auch die Cyberrisiken etwas weniger oft genannt werden. Und erstaunlich: Für den Zeitraum in 5 bis 10 Jahren fallen Cybervorfälle ganz aus den zehn am häufigsten genannten Gefahren. Dafür tauschen negative Auswirkungen von technischen Fortschritten neu in der Liste auf.

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