Werden Security-Patches für Windows 7 jährlich doppelt so teuer?

7. Februar 2019, 10:10
  • rechenzentrum
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In etwas weniger als einem Jahr, am 14.

In etwas weniger als einem Jahr, am 14. Januar 2020, endet die Extended-Support-Phase für Windows 7. Das heisst, dass Microsoft danach keine kostenlosen Security-Patches mehr ausliefern wird. Aber wie immer werden auch dieses Mal zu diesem Zeitpunkt nicht alle Anwenderorganisationen schon auf ein neueres Betriebssystem gewechselt haben.
Schon im letzten September hat Microsoft daher angekündigt, dass Grosskunden sowie Organisationen im schulischen Bereich auch im Falle von Windows 7 wie schon bei früheren Windows-Versionen die Möglichkeit haben, gegen Geld noch mindestens drei Jahre lang Security-Updates zu beziehen. Der vorgesehene Preis war bisher aber völlig unbekannt.
Nun hat die Microsoft-Expertin Mary Jo Foley eine Preisliste zu Gesicht bekommen, die Microsoft anscheinend einigen Partnern und Verkäufern gezeigt hat. Diese ist offensichtlich darauf ausgelegt, saumselige Windows-7-Anwenderunternehmen zu einem möglichst schnellen Umstieg zu bewegen.
Denn die Kosten, bei Windows 7 zu bleiben, sollen sich gemäss der Liste jährlich verdoppeln. Als Add-On zu Windows Enterprise-Volumenlizenzen kosten Extended Security Updates demnach 25 Dollar pro Gerät im Jahr 2020, 50 Dollar im Jahr 2021 und 100 Dollar 2022. Wer Geräte erst im zweiten oder dritten Jahr dafür anmeldet, muss zudem die früheren Jahre nachzahlen.
Die Preise für Updates für Windows 7 Pro sind doppelt so hoch, also 50, dann 100 und zuletzt 200 Dollar pro Jahr.
Foley hat sich bei Microsoft erkundigt, ob diese Preise stimmen und ob es Volumenrabatte geben werde. Beide Fragen wollte Microsoft aber nicht beantworten. (hjm)

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