Werkzeugkasten für KMU gegen Cybercrime verfügbar

2. April 2020, 11:29
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Der ICT-Dachverband und die SATW adaptieren ein Security-Toolkit und einen Schnelltest für Schweizer Bedürfnisse.

Die Global Cyber Alliance (GCA), eine 2015 gestartete internationale Initiative zur Bekämpfung von Cyberrisiken, hat einen auf die Schweiz zugeschnittenen Werkzeugkasten vorgelegt. Laut einer Mitteilung ist das international bewährte Toolkit für die hiesigen KMU zusammen mit dem Branchenverband ICTswitzerland und der Schweizerischen Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW) erarbeitet worden.
Bei der Schweizer Version handle es sich um eine ins Deutsche übertragene Plattform. Implementiere ein KMU die dort beschriebenen Kontrollen und Best Practices, würde es über praktische Cybersecurity-Lösungsmassnahmen verfügen, die vor mehr als 85 Prozent der häufigsten Angriffe schützen, versprechen die Herausgeber.
Ausserdem weisen ICTswitzerland und SATW darauf hin, dass der 2018 lancierte Cybersecurity-Schnelltests für KMU überarbeitet worden ist. Diese jetzt ebenfalls lancierte Neuauflage helfe, das eigene Cyber-Risiko besser einzuschätzen und Sicherheitslücken aufzudecken. Das sei nun benutzerfreundlicher als bisher und sei zudem noch besser auf KMU-Bedürfnisse zugeschnitten.
Die Kombination von Schnelltest und Toolkit leiste einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Nationalen Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken (NCS), lässt sich der Delegierter des Bundes für Cybersicherheit zitieren. Um hierzulande "Cyber Resilience" erreichen zu können, sei es wichtig, auch international bewährte Lösungen wie das GCA Cybersecurity Toolkit für die Schweiz zu adaptieren, unterstreicht man beim Bund. Und bei der GCA wird die konstruktive Zusammenarbeit und das rasche Resultat gelobt.
Die beiden hier vorgestellten Möglichkeiten zur Minimierung der Cyberrisiken werden nicht ausdrücklich mit der Corona-Krise in Verbindung gebracht. Dafür hat aber bereits die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) einen Leitfaden vorgelegt, der speziell die Risiken zum Thema Homeoffice, also der vermehrten Nutzung von Fernzugriffen in Unternehmensnetzwerke adressiert. Ausserdem hat die Schweizer Vereinigung der Security-Experten, die Information Security Society Switzerland (ISSS), ein Spreadsheet publiziert, auf welchem ISSS-Mitglieder aus der Schweiz kostenlose Security-Dienste für KMU anbieten.
Schliesslich sei auch noch auf ein Merkblatt des ICT-Anbieterverbands Swico zum Thema "Pikettdienst" und ein Webinar mit Tipps, wie KMU jetzt ihre Liquidität sichern können, hingewiesen.

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